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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Naumann, Hans

Germanist

* 1880, 13.05.
Görlitz/Niederschlesien

† 1951, 25.09.
Bonn

Der Germanist Hans Naumann, Sohn eines Rittergutspächters, studierte an den Universitäten München, Kiel, Berlin und Straßburg und promovierte im Jahre 1911 zum Dr. phil. Er habilitierte sich 1913 in Straßburg, war während des Ersten Weltkrieges Schriftleiter der Nowogrodeker Kriegswoche und der Zeitung der 10. Armee in Lida und Wilna. Er wurde 1919 außerordentlicher Professor in Jena, 1921 Ordinarius in Frankfurt am Main, 1932 in Bonn (bis 1945), wo er 1934-1935 Rektor der Universität war. Spezialgebiete des Gelehrten waren deutsche und nordische Sprachen, Literatur, Volkskunde und Altertumskunde. Zu seinen Hauptwerken gehören: „Altnordische Namenstudien“ (1912), „Kurze historische Syntax der deutschen Sprache * (1915), „Primitive Gemeinschaftskultur“ (1921), „Grundzüge der deutschen Volkskunde* (1912), „Die deutsche Dichtung der Gegenwart“ (1923), „Höfische Kultur“ (1929), „Wandlung und Erfüllung“ (Reden und Aufsätze, 1933), „Germanischer Schicksalsglaube“ (1934), „Althochdeutsches Elementarbuch“ (1937), „Deutsche Dichter und Denker von der germanischen bis zur staufischen Zeit“ (1938), „Deutsche Kultur im Zeitalter des Rittertums“ (1938), „Germanisches Gefolgschaftswesen“ (1939), „Altdeutsches Volkskönigstum“ (Reden und Aufsätze, 1940). In den letzten Jahren erschienen Neuauflagen einiger seiner Werke.(1976)

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