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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Oberkersch, Valentin

Staatswissenschasftler

* 1920, 28.02.
India/Syrmien


Nach dem Abitur an dem alten serbischen Gymnasium in der Patriarchenstadt Karlowitz bei Neusatz, begann er 1939 an der Universität in Belgrad mit dem Studium der Rechtswissenschaften, wechselte aber bald an die deutsche Lehrerbildungsanstalt zu Neuwerbas über, wo er über einen Abiturientenkurs schneller ein erstrebenswertes Berufsziel erreichte. Er wurde Lehrer und wirkte als solcher in Esseg, wo er sich rührend auch in der deutschen Jugendarbeit betätigte. Seit 1942 leistete er Kriegsdienst in Rußland und Frankreich, wo er in englische Gefangenschaft geriet. Nach 1945 als Maurer beschäftigt, studierte er nebenbei und promovierte an der Universität Graz 1952 zum Doktor der Staatswissenschaften. Er stellte sich anschließend in den Dienst seiner Landsleute und Volksgruppe. Doch widmete er sich noch dem Studium der Philosophie und Geschichte, trat aber vor Abschluß seiner Dissertation über das Deutschtum in Kroatien in den Schuldienst und übernahm 1962 eine Lehrerstelle in Stuttgart. Hier brachte er 1972 sein Standardwerk „Die Deutschen in Syrmien, Slawonien und Kroatien bis zum Ende des Ersten Weltkrieges“ heraus. Ein mit wissenschaftlicher Genauigkeit erarbeitetes Werk ist auch „India – Deutsches Leben in Ostsyrmien 1825-1944“, das 1978 erschien und allgemeine Anerkennung fand.

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