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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Prutz, Robert Eduard

Schriftsteller

* 1816, 30.05.
Stettin/Pommern

† 1872, 21.06.
Stettin

In Halle, Jena und Berlin bemühte er sich zunächst ver­gebens, eine akademische Laufbahn zu beginnen. Er wurde Mitarbeiter an den „Hallischen Jahrbüchern“ und der „Rheinischen Zeitung“. 1845 wurde er auf Grund seiner Satire „Die politische Wochenstube“ wegen Majestätsbelei­digung angeklagt, jedoch begnadigt. 1847 war er Drama­turg in Hamburg, im Jahr darauf spielte er in der konstitu­tionell-demokratischen Partei eine Rolle. 1849 erhielt er eine außerordentliche Professur für Literaturgeschichte in Halle, die er nach zehnjährigem Wirken wieder aufgab. Er lebte fortan als freier Schriftsteller in seiner Geburtsstadt Stettin. Sein Erstlingswerk war eine Studie über den Göt­tinger Dichterbund. Dann schrieb er eine Goethe-Biographie. 1851 veröffentlichte er den Roman „Das Engel­chen“, dem 1855 „Musikantenturm“ und 1862 „Oberndorf“ folgten. Seine dramatischen Werke erschienen 1847 bis 1849 in vier Bänden. Ferner gab er literarhistorische und kritische Schriften heraus. 1895 erschien seine unvoll­endet gebliebene Geschichte des Deutschen Journalismus. Er hielt Vorlesungen über die Deutsche Literatur der Gegenwart und die Geschichte des Deutschen Theaters. Schließlich veröffentlichte er auch eine Reihe volksliedhaf­ter Lyrikbändchen, 1858 „Aus der Heimat“, 1861 „Aus goldenen Tagen“, 1864 „Herbstrosen“ und 1869 das „Buch der Liebe“.

(1972)

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