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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Reiners, Ludwig

Essayist, Biograph, Sachautor

* 1896, 21.01.
Ratibor/Oberschlesien

† 1957, 10.08.
München

Der oberschlesische Schriftsteller wurde als Sohn eines Zigarrenfabrikanten geboren, begann seine Laufbahn als Börsen-Vertreter, bevor er führende Stellungen in deutschen und Schweizer Betrieben übernahm, und leitete schließlich bis zu seinem Tode eine Münchner Nähfaden-Firma. Hinter dieser Maske eines Industriellen aber steckte ein der Literatur leidenschaftlich verfallener Mensch und Schriftsteller, dessen zahlreiche Bücher, mit denen ersieh mit stupender Vielseitigkeit den verschiedensten Themenkreisen – wirtschaftlichen, stilkundlichen, literarischen, staatspolitischen und historischen – zuwandte, einen großen Leserkreis eroberten, nicht zuletzt, weil es Reiners wie wenige verstand, auf heitere und leichtverständliche Weise Sachkenntnis und Lebensweisheit zu vermitteln und so, im besten Sinne des Wortes, Volksschriftsteller und Volkserzieher zu werden, vor allem mit seinen populären Stilfibeln, die landesweite Erfolgsbücher wurden und die immer wieder aufgelegt und heute noch (1982), dreißig Jahre nach ihrem Erscheinen, gern gelesen bzw. konsultiert werden.

Von seinen Buchtiteln seien nachstehend folgende genannt: Die wirkliche Wirtschaft, 2 Bde., 1930/33; Fontane oder die Kunst zu leben, 1939; Stilkunst, ein Lehrbuch deutscher Prosa, 1944; Sorgenfibel, 1948; Fibel für Liebende, 1950; Stilfibel, der sichere Weg zum guten Deutsch, 1951; Steht es in den Sternen? 1951; Roman der Staatskunst, Leben und Leistung der Lords, 1951; Friedrich, eine Lebensbeschreibung Friedrichs d. Großen, 1952; Wir alle können besser leben, 1953; In Europa gehen die Lichter aus, 1954; Der ewige Brunnen, ein Volksbuch deutscher Dichtung, 1955; Die Kunst der Rede und des Gesprächs, 1955; Bismarck I 1815-1864 (Bismarcks Aufstieg), 1956; Bismarck II 1864-1871 (Bismarck gründet das Reich, 1957.

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