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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ropp, Friedrich Baron von der

Bergingenieur

* 1879, 09.10.
Dauzogir/Litauen

† 1964, 21.02.
Bonn-Bad Godesberg

Einen großen Teil seiner Jugend verbrachte Friedrich von der Ropp, bekannt als Politiker wie als Evangelist, in Deutschland. Er studierte in Freiberg (Sachsen) das Bergfach, wurde 1903 Diplom-Ingenieur, bereiste als Berg-Ingenieur und Hüttendirektor die Welt und lernte viele Völker und manche Sprachen kennen. Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges aus dem Kongo zurückgekehrt, zog er nach Dauzogir, das er von seinem Vater geerbt hatte, verließ jedoch während des Krieges die Heimat und ging über Skandinavien nach Deutschland, wo er seine Dienste für eine Friedensvermittlung anbot und mit seiner Frau, mit russischen Pässen versehen, zweimal nach England reiste. Seine Mission erwies sich jedoch als vergeblich. 1916 nach Deutschland zurückgekehrt, widmete er sich der Ostpolitik, wobei ihm nach einer Niederlage Rußlands der Aufbau eines Völkerbundes im Osten vorschwebte, wobei die Fremdvölker Rußlands selbständig werden sollten. Er wurde Generalsekretär der „Liga der Fremdvölker Rußlands“, zog sich nach dem Zusammenbruch jedoch gänzlich aus der Politik zurück und wandte sich der Evangelisation zu, der er sich fortan widmete. In Berlin unterhielt er jahrelang eine Schule für die Seelsorge der Arbeiterschaft und gründete eine Christliche Kampfschar. Seit 1947 leitete er in Rottland im Rheinland eine Helferschule. Seine Lebenserinnerungen erschienen 1961 unter dem Titel „Zwischen gestern und morgen. Erfahrungen und Erkenntnisse“.

(1979)

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