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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Rosenberg, Leo

Jurist

* 1879, 07.01.
Fraustadt/Schlesien

† 1963, 18.12.
München

Der Jurist Leo Rosenberg, Sohn eines Fabrikbesitzers, besuchte das Gymnasium in Fraustadt, studierte Rechtswissenschaften  an den Universitäten Freiburg i. Br., München und Breslau und promovierte 1900 zum Dr. jur. Er wurde (1906) Privatdozent an der Universität Göttingen, 1912 außerordentlicher und 1916 ordentlicher Professor an der Universität Gießen. Im Jahre 1932 ging Rosenberg nach Leipzig und blieb von 1934-1945 aus rassischen Gründen ohne Lehrtätigkeit. Von 1946 an hatte er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1952 den Lehrstuhl für Zivilprozeßrecht und Bürgerliches Recht an der Universität München inne, die ihn zum Dr. oec. publ. h.c. ernannte. Rosenberg war Ehrensenator der Universität Gießen, Ehrenmitglied des Instituto Espagnol de Direcho Procesal (Madrid) und ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (München). Er war Mitbegründer und langjähriger Leiter der Vereinigung der Zivilprozeßlehrer sowie Herausgeber der „Zeitschrift für Zivilprozesse“ und der „Prozeßrechtlichen Abhandlungen“. Zu den wissenschaftlichen Publikationen des Gelehrten gehören u. a. die in mehreren Auflagen erschienenen Werke „Die Beweislast“ (1900) und „Lehrbuch des Deutschen Zivilprozeßrechts“ (1927).

(1979)

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