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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Rüdiger, Wilhelm von

Jurist

* 1874, 07.01.
Blagovescensk am Amur

† 1960, 02.08.
Hannover

Der Sohn eines russischen Obersten studierte in Petersburg Jura. Von 1902 bis 1939 wirkte er als Rechtsanwalt, Direktionsmitglied und Juriskonsult verschiedener Unternehmen in Riga. Er war Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Riga der deutsch-baltischen Volksgruppe und von 1912 bis 1914 Vizepräses des deutschen Vereins in Livland. Im Ersten Weltkrieg war er Vizepräsident der Deutschen Kriegerhilfe und Glied des Rigaer Vertrauensrates. Von 1921 bis 1932 war er Vizepräsident der Lettischen Anwaltskammer, zugleich Mitbegründer und Vorsitzender des deutschen Juristenvereins, wie Präsident der Zentrale deutsch-baltischer Arbeit und der Deutsch-Baltischen Volksgemeinschaft in Lettland. Nach der Umsiedlung der Deutsch-Balten lebte er von 1940 bis 1945 in Posen, dann in Bayern und zuletzt in Hannover. Seit 1951 war er Glied des Ehrenrates der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft im Bundesgebiet und Ehrendoktor der Universität Münster (1952). In seinen letzten Lebensjahren schrieb er „Aus dem letzten Kapitel deutsch-baltischer Geschichte in Lettland“ (1954/55) und „Die Deutsch-Baltische Volksgruppe. Ausklang“ (1957).

Bibl.:  Deutsch-baltisches biographisches Lexikon.(1974)

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