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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Schaefer, Oda

Dichterin, Schriftstellerin

* 1900, 21.12.
Berlin

† 1988, 04.09.
München

Geboren im Jahre 1900 in Berlin, ist sie eine Tochter des baltischen Dichters und Journalisten Eberhard Kraus, dessen Mutter Sally von Kügelgen eine Nichte des durch seine „Jugenderinnerungen eines alten Mannes“ bekannten Schriftstellers Wilhelm von Kügelgen war. Oda Kraus besuchte zunächst das Lyzeum, dann eine private Kunstgewerbeschule und stand seit 1927 zunächst in Liegnitz im journalistischen Beruf. In schlesischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte sie ihre ersten Gedichte und Novellen. Sie war in erster Ehe mit dem Zeichner Professor Albert Schaefer-Ast verheiratet, heiratete im Jahre 1933 den schlesischen Schriftsteller Horst Lange und lebt seit 1945 in Bayern. Zeitungen und Zeitschriften zählen Oda Schaefer zu ihren Mitarbeitern. Für den Rundfunk schrieb sie Hörspiele und Hörfolgen. „Die Windharfe“, ein erster Gedicht-Band, erschien 1939. Es folgten „Irdisches Geleit“ (Gedichte, 1946), „Kranz des Jahres“ (zwölf Monatsgedichte, 1948), „Grasmelodie“ (Gedichte, 1959) – um nur einige der bekanntesten Titel zu nennen. Unter dem Titel „Stilles Tagebuch eines baltischen Fräuleins“ gab sie das Tagebuch ihrer Großmutter Sally von Kügelgen (1936) und unter dem Titel „Unter dem sapphischen Mond“ deutsche Frauenlyrik seit 1900 heraus. Oda Schaefer erhielt einen Lyrikpreis der Akademie der Wissenschaft und der Literatur, Mainz (1950), eine Ehrengabe der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1952), einen Preis der Gesellschaft zur Förderung des deutschen Schrifttums (1955), einen Förderpreis für Literatur der Stadt München (1959), das Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik und eine Ehrengabe des Andreas-Gryphius-Preises (1968). Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) und des Pen-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.

Bibl.: Kürschners Literatur-Kalender.

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