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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Schneider, Josef

Studienrat, Dichter

* 1911, 12.05.
Dorf-Jauernig, Kr. Freiwaldau

† 1969
München

Sein Vater war Tischlermeister. Er starb, als der Junge sechs Jahre alt war. Sein Besitz kam unter den Ham­mer. Die Mutter arbeitete in einer Chamottefabrik in Weidenau, so mußte die Familie dorthin übersiedeln. Trotz der Not, die in der Familie herrschte, durfte der Junge das Gymnasium besuchen. Mit Nachhilfestunden und Freitischen hielt er sich über Wasser. In Prag studierte er später Germa­nistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Er führte ein Leben als Werkstudent. 1937 promovierte er in der Philosophie, wurde Geschäftsführer einer Gesellschaft und übernahm die Schriftleitung der Zeitschrift „Volk an der Arbeit“. Dann wurde er Lektor in Reichenberg. Er schrieb Gedichte und er­hielt den Prager Adalbert-Stifter-Preis. 1945 brach für ihn eine Welt zusammen. 1946 erst durfte er die Heimat ver­lassen. In Mainburg arbeitete er als Holzfäller, wurde dann Aushilfslehrer am Realgymnasium. Schließlich wurde er in den bayerischen Schuldienst übernommen. Seit 1954 ist er Studienrat in Freising. Er schreibt wieder Gedichte, die vor allem „Lebenshilfen“ sein sollen.

(1971)

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