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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Schramm, Josef

Geograph, Bakteriologe

* 1919, 14.10.
Kula/Batscher Land


Absolvent der deutschen Lehrerbildungsanstalt zu Neuwerbaß 1941. Promotion in Innsbruck 1946 mit einer Arbeit über die Kulturlandschaftsgestaltung des Batscher Landes zwischen Donau und Theiß. Habilitation in Salzburg 1968. Sein wissenschaftliches Fachgebiet: Geographie unter besonderer Berücksichtigung der völkerkundlichen Methoden. 1962 war er wissenschaftlicher Leiter des Instituts für soziale Zusammenarbeit in Freiburg/Br., 1967 als Geograph an der Universität in Salzburg tätig. Neben seinen Arbeiten über das Kulturlandschaftsbild der donauschwäbischen Siedlungsgebiete und im südöstlichen Mitteleuropa sind vor allem auch seine kulturgeographischen Arbeiten über afrikanische und überseeische Länder bedeutsam. Nachdem er in Paris Tropenmedizin studiert hatte, kam er als Bakteriologe an das Krankenhaus Efok/Kamerun. In Afrika war er 14 Jahre lang beschäftigt. Nach vielen Forschungsreisen (auch in Westasien und Südamerika) veröffentlichte er in deutscher und französischer Sprache 31 Bücher und rund 300 Aufsätze. Er erforschte das Leben der Eingeborenenstämme und konnte eine große Anzahl von Märchen, Fabeln, Legenden und Negerliedern aufzeichnen und in die französische und deutsche Sprache übersetzen. Er war Professor an der größten französischsprachigen Universität Afrikas in Dakar/Senegal, ist heute (1979) Professor der Universität Salzburg, Leiter der Abteilung „Länderkunde und Entwicklungsländer“ und Mitglied der „Académie des Sciences d’Outre-Mer“ in Paris.

Bibl.: Michael Lehmann, Der Donauschwabe und sein geistiges Profil. 1969, S. 294.(1979)

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