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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Schuricht, Carl

Dirigent, Komponist

* 1880, 03.07.
Danzig

† 1967, 07.01.
Oiseaux-sur-Vevey/Schweiz

Carl Schuricht, der zu den führenden zeitgenössischen Dirigenten gehört hat, entstammte einer Familie angesehener Orgelbauer. Er studierte von 1901-1903 an der Berliner Hochschule für Musik, u. a. als Schüler von Engelbert Humperdinck, und ging dann als Volontärkapellmeister nach Mainz. Als Kapellmeister wirkte er in Kreuznach, Dortmund, Goslar und Zwickau und wurde 1909 Dirigent des Rühl’schen Oratorienvereins in Frankfurt a. M. Von 1912-1944 war er erster Dirigent, Städtischer Musikdirektor und Generalmusikdirektor in Wiesbaden. Er leitete 1933 den Philharmonischen Chor in Berlin, war Leiter der Sinfoniekonzerte in Scheveningen und Gastdirigent in Wien, Budapest, London, Stockholm und anderen europäischen Hauptstädten. Im Jahre 1944 siedelte er in die Schweiz über, von wo aus er weiterhin als Gastdirigent tätig war. Als Komponist schuf er Klaviersonaten, Lieder und Präludien für Klavier. Schuricht war Kommandeur des Oranje-Nassau-Ordens (1938), Inhaber des griechischen Phönix-Ordens (1936), der Niederländischen Bruckner-Medaille (1948), der Internationalen Bruckner-Medaille (1949) – er galt als hervorragender Bruckner-Interpret – , und war Ehrenbürger der Stadt Wiesbaden (1953).

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