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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Schütz, Anton

Theologe

* 1880, 26.10.
Mastort/Banat

† 1953, 20.04.
Budapest

Als Sohn eines Schneidermeisters geboren, besuchte er 1890-1898 das Szegediner Piaristengymnasium und trat 1898 in den Piaristenorden ein. 1898-1904 Studium der Philosophie, Psychologie in Würzburg, wo er auch Mathematik und Physik hörte. Seine Theologiestudien absolvierte er in Budapest; 1904 in Würzburg zum Dr. phil. und zum Dr. psych., 1907 in Budapest zum Dr. theol. promoviert, unterrichtete er am Szegediner Piaristengymnasium 1904-1910 Religionslehre, madjarische und lateinische Sprache. 1910-1916 wirkte er an der Ordensschule als Dogmatikprofessor. 1916-1946 Dogmatikprofessor an der Budapester theologischen Fakultät, wurde er 1940 zum „Rector Magnificus“ der Universität gewählt. 1946 trat er in den Ruhestand. 1925 wurde er korrespondierendes, 1938-1949 ordentliches Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Tafferner nennt ihn den „Begründer der madjarischen philosophischen Sprache“; seine Arbeiten erschienen zumeist in madjarischer Sprache.

Werke: Summarium theologiae dogmaticae. 2 Bde. Budapest 1923; Gott in der Geschichte. Eine Geschichtsmetaphysik und -theologie. Nach der ungarischen Ausgabe von Veremund Zoltan. Salzburg 1936.

Bibl.: Anton Tafferner: Universitäts-Professor Dr. theol. Anton Schütz. In: Neuland (Salzburg) v. 24.10.1953.

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