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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Sommerfeld, Arnold

Physiker, Mathematiker

* 1868, 05.12.
Königsberg i.Pr.

† 1951, 26.04.
München

Arnold Sommerfeld studierte Mathematik und Naturwissenschaften; er promovierte 1891 zum Dr. phil., wurde 1895 Privatdozent in Göttingen und 1897 Professor der Mathematik an der Bergakademie Clausthal. Im Jahre 1900 ging er als Professor der Mechanik an die Technische Hochschule Aachen und 1906 als Ordinarius der Theoretischen Physik an die Universität München, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1955 gelehrt hat und Direktor des Instituts für Theoretische Physik gewesen ist. Der Geheime Hofrat Arnold Sommerfeld war Dr.-Ing. e. h., Dr. med. h. c., Dr. of sc. hu c. (Calcutta), Mitglied der Akademie der Wissenschaften in München, korrespondierendes Mitglied der Akademien Berlin, Göttingen, Wien, Uppsala, Madrid, Leningrad, Budapest, Rom, Washington und der Royal Society in London. Im Jahre 1931 erhielt er die Goldene Max-Planck-Medaille. Sommerfeld bemühte sich erfolgreich um eine mathematische Durchdringung der Technik; er entdeckte einen Großteil der Gesetze der Zahl, Wellenlänge und Intensität der Spektrallinien. Zu seinen wissenschaftlichen Publikationen gehören u. a. „Theorie des Kreisels“ (4 Bände, 1897-1910), „Atombau und Spektrallinien“ (51931), das jahrzehntelang als Standardwerk der Atomphysik galt. Er schrieb zahlreiche Abhandlungen über Probleme der Elastizitäts- und Festigkeitslehre, Maxwellsche Elektrodynamik und Optik, Elektronentheorie, Mechanik usw.; seine Gesammelten Schriften (in 4 Bänden) erschienen 1968.

(1976)

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