Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Stamm, Johannes

Pharmazeut

* 1881, 09.09.
Dorpat/Estland

† 1969, 10.10.
München

Als Sohn eines Beamten der Universitätsverwaltung in Dorpat geboren, besuchte Johannes Stamm in seiner Vaterstadt die Schule. Nach dem Studium der Pharmazie (1904-1908) war er von 1911-1918 Leiter der Klinischen Apotheke mit Lehrauftrag für Bakteriologie und Serologie. Er promovierte 1912 zum Mag. pharm., studierte von 1913-1918 Medizin und war während des Ersten Weltkrieges zugleich Direktor eines chemisch-bakteriologischen Laboratoriums des russischen Roten Kreuzes. Von 1918-1940 lehrte er in Dorpat als Ordinarius Pharmakognosie und Pharmazie und war zugleich Leitender Direktor des Pharmazeutischen Instituts. Studienreisen führten ihn wiederholt ins Ausland. Nach der Umsiedlung der Deutsch-Balten war Stamm von 1940-1945 ordentlicher Professor und Direktor des Pharmakognostischen Instituts der Universität Posen und von 1955-1961 Gastprofessor in München, wo er am dortigen Botanischen Garten auch Forschungsarbeiten durchgeführt hat. Stamm war korrespondierendes Mitglied der Finnischen Pharmazeutischen Gesellschaft in Helsinki, Komtur des finnischen Ordens der Weißen Rose (1932), Inhaber des estnischen Verdienstkreuzes (1936) und des deutschen Kriegsverdienstkreuzes (1941). Er veröffentlichte zahlreiche Abhandlungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und war Mitverfasser einer „Pharmakoanatomie“, die 1936 in Estland erschien.

(1979)

Wünschen Sie Änderungen oder Ergänzungen? Dann schreiben Sie uns dies bitte mit Angabe der betreffenden Person.