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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Stocker, Michael

Arbeitsminister, Ministerialdirigent

* 1911, 23.03.
Deutsch-Stamora/Österr.-Ungarn

† 2003, 21.08.
München

Als achtes Kind einer Handwerkerfamilie im südöstlichen Teil des rumänischen Banates (damals Österreich-Ungarn) geboren, studierte Stocker nach dem Abitur in Temeschburg an der östlichsten deutschen Universität in Czernowitz Rechtswissenschaft und ließ sich dann in Kimpolung als Rechtsanwalt nieder. Später zog er mit seiner Familie in das Banat und wurde Leiter der Rechtsabteilung der Genossenschaftszentrale „Agraria“ in Temeschburg. Bei der Umsiedlung der Buchenlanddeutschen im Spätsommer 1940 schloß er sich der Familie seiner Frau an und gelangte so nach Oberschlesien. Der Weg Stockers nach dem Kriege führte über das Landratsamt Passau in das Bayerische Innenministerium und von dort in das Arbeitsministerium in München, wo er bis zur Vollendung seines 65. Lebensjahres als Ministerialdirigent tätig war. Neben zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen ist Stocker seit 1961 Träger des Bundesverdienstkreuzes. Im Jahre 1960 übernahm er den Landesvorsitz in Bayern der Landsmannschaft der Banater Schwaben aus Rumänien und war von 1966 bis 1978 1. Bundesvorsitzender und bis Pfingsten 1980 gewählter Sprecher der Landsmannschaft. Als Ehrenvorsitzender gehört Stocker weiterhin (1981) dem Bundesvorstand an und ist weiterhin in dieser Eigenschaft für die Landsmannschaft tätig.

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