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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Tappert, Wilhelm

Musikschriftsteller

* 1830, 19.02.
Ober-Thomaswaldau/Bunzlau

† 1907, 27.10.
Berlin

Der Musikschriftsteller Wilhelm Tappert erhielt seine Ausbildung in den Jahren 1856-1858 am Schullehrerseminar in Bunzlau. Er setzte sie, nachdem er bereits mehrere Jahre als Schullehrer tätig gewesen war, in Berlin (bei Kullak) fort. Anschließend war er mehrere Jahre als Lehrer in Groß-Glogau tätig. Im Jahre 1866 nahm er seinen bleibenden Wohnsitz in Berlin, wo er Musikunterricht erteilte und in den Jahren 1876-1881 die „Allgemeine Deutsche Musikzeitung“ redigiert hat. Neben zahlreichen Beiträgen für die Musikzeitung, „Das Musikalische Wochenblatt“ und andere Zeitschriften, veröffentlichte er „Musik und musikalische Erziehung“ (1867), „Musikalische Studien“ (1868), ein „Wagner-Lexikon. Wörterbuch der Unhöflichkeit, enthaltend grobe, höhnende, gehässige und verleumderische Ausdrücke, welche gegen den Meister Richard Wagner gebraucht worden sind“ (1877), „Richard Wagner, sein Leben und seine Werke“ (1883), „Wandernde Melodien“ (1890), auch einen Band „Gedichte“ (1878). Ferner gab Tappert auch Klavierstücke, Lieder und Bearbeitungen altdeutscher Lieder („Sang und Klang aus alter Zeit“, 100 Lautenstücke, 1906) heraus.

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