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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Täubel, Josef

Lehrer, Politiker

* 1884, 06.04,
Putinzi/Syrmien

† 1950, 11.11.
Salzburg

An der Universität Agram erwarb er die Befähigung für das Lehramt an höheren Schulen in Mathematik und Naturwissenschaften. Anschließend war er an mehreren Gymnasien seiner Heimat tätig, u. a. in Mitrowitza/Syrmien und Belgrad. Er setzte sich für eine umfassende Organisierung und Autonomie seiner Volksgruppe ein, war Mitbegründer des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes und der Partei der Deutschen. Aus der ersten Teilnahme dieser Partei an den Parlamentswahlen des Jahres 1923 ging Josef Täubel als Abgeordneter hervor. Im Parlament in Belgrad setzte er sich mit Sachkenntnis für die Gleichberechtigung seiner Volksgruppe, insbesondere aber für deutsche höhere Schulen und für die deutsche Schulautonomie in Jugoslawien ein. Die 1930 vom Staat bewilligte Deutsche Schulstiftung ermöglichte aus Mitteln der Selbsthilfe 1931 die Errichtung einer Deutschen Lehrerbildungsanstalt, zu deren Leiter Josef Täubel berufen wurde. Mit Umsicht und Tatkraft meisterte er die Anfangsschwierigkeiten dieser Bildungsstätte, die er bei der staatlichen Aufsichtsbehörde und der deutschen Bevölkerung zu Ansehen führte.

Bibl.: Josef Volkmar Senz, Das Schulwesen der Donauschwaben im Kgr. Jugoslawien. München 1969, S. 180.(1975)

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