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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Thiess, Frank

Schriftsteller

* 1890, 13.03.
Eluibei Uexküll/Livland

† 1977, 22.12.
Darmstadt

Schon als Kind kam er mit seinen Eltern nach Deutschland, besuchte Gymnasien in Berlin und Aschersleben, studierte in Berlin und Tübingen Germanistik, Philosophie und Geschichte und promovierte im Jahre 1913. Er war Redakteur am „Berliner Tageblatt“, 1920-21 Regisseur in Stuttgart, 1921-23 Theaterkritiker in Hannover und lebt seitdem als freier Schriftsteller. Thiess ist Vize-Präsident h. c. der Mark-Twain-Society of America, Ehrenmitglied der Bruckner soc., Ordentliches Mitglied (und Vizepräsident) der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz), Mitglied des österreichischen PEN-Club, Inhaber des großen silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich, des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und anderer Auszeichnungen. Sein umfangreiches Werk umfaßt Romane, Dramen, Novellen, Essays. Zu den bekanntesten Büchern gehören: „Die Verdammten“ (1921), „Der Leibhaftige“ (1926), „Caruso“ (2 Bde., 1942/46), „Die Straßen des Labyrinths“ (1951), „Tsushima“ (1936), „Das Reich der Dämonen“ (1941). Autobiographischen Inhalts sind die Bücher: „Verbrannte Erde“ (1963) und „Freiheit bis Mitternacht“ (1965). Thiess schrieb Stücke für Zimmertheater und Studiobühnen und gab u. a. „Wilhelm Furtwängler: Briefe“ (1964) heraus.

Bibl.: Alker, E.: Frank Thieß zum 75. Geburtstag (Festschrift), 1965; Frank Thieß, Werk und Dichter, hrsg. v. R. Italiander, 1950.(1975)

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