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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ulitz, Arnold

Dichter, Schriftsteller

* 1888, 11.04.
Breslau

† 1971, 12.01.
Tettnang/Allgäu

Als Sohn eines Eisenbahnbeamten in Breslau geboren, kam der Schriftsteller Arnold Ulitz in seinem 7. Lebensjahr nach Kattowitz. Im Jahre 1906 kehrte er nach Breslau zurück, um dort Deutsch, Englisch und Französisch zu studieren. Nach bestandenem Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen war er Seminarkandidat am Gymnasium in Königshütte, Lehrer in Lauban und seit 1913 Oberlehrer an der Realschule IV in Breslau. Seine Studienrats-Zeit endete 1933. Als Jugenderzieher für das NS-Regime „nicht tragbar“, betätigte er sich seitdem ausschließlich als Schriftsteller. In seinen zwischen 1915 und 1930 erschienenen Werken, den Novellenbänden „Die vergessene Wohnung“ (1915), „Die Narrenkarosse“ (1917), „Die ernsthaften Toren“ (1921), „Die Schatz-Wächter“ (1928) und „Boykott“ (1930), sowie den Romanen „Ararat“ (1920), „Die Bärin“ (1922), „Das Testament“ (1923), „Barbaren“ (1925), Christine Munk“ (1926), „Der Bastard“ 0927), „Aufruhr der Kinder“, ging es ihm um die Auseinandersetzung mit dem Schicksal, das durch Weltkrieg, Inflation und Weltwirtschaftskrisen über die Menschen gekommen war. Zwei Gedichtbände, „Der Arme und das Abenteuer“ (1919), und „Der Lotse“ (1924) erschienen in diesen Jahren. Zwei historische Romane um Defoe („Der Gaukler von London“, 1938) und Lenau („Die Braut des Berühmten“, 1942) folgten. Romane und Erzählungen um Landschaft undLeben in Schlesien sind „Der wunderbare Sommer” (1939), ,Der große Janja“ (1939), „Hochzeit! Hochzeit!“(1940). Vonder Liebe zu Gott und den Menschen, ohne die der Dichter und sein Werk nicht denkbar sind, künden auch die Nachkriegsbücher „Bittersüße Bagatellen“ (1948) und „Das Teufelsrad“ (1949). Im Jahre 1963 erhielt er den schlesischen Literaturpreis und den Schlesierschild.

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