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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Unger, Albert

Journalist, Redakteur

* 1914, 08.01.
Tamulischken/Litauen


Albert Unger entstammt einer Salzburger Familie, die nach Litauen einwanderte. Er wuchs in Tamulischken, Kreis Schaken, auf, besuchte in Schaken die Schule und in Memel das litauische Gymnasium. Von 1933-1935 war er als Journalist bei den deutschen Nachrichten für Litauen tätig. Von 1935 bis 1936 besuchte er die litauische Militärakademie. Von 1937-1939 arbeitete er bei der größten litauischen Tageszeitung „Vakarai“ – „Der Abend“. 1940-1941 beteiligte er sich aktiv an der Umsiedlung seiner Volksgruppe nach Deutschland. Nach der Soldaten- und Kriegsgefangenschaftszeit galt sein Interesse der zerstreuten deutschen Volksgruppe aus Litauen. Seit 1954 ist er ununterbrochen Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Litauen in Nordrhein-Westfalen. Seine bekanntesten Publikationen: „Der Auszug der Deutschen aus Litauen“. Seit 1970 ist Unger Redakteur des Nachrichtenblattes der Deutschen aus Litauen „Die Raute“. In Neheim-Hüsten hat er ein Archiv für die Litauen-deutsche Volksgruppe eingerichtet und zu der größten Literatursammlung über die Litauendeutsche Volksgruppe in der Bundesrepublik Deutschland ausgebaut. Ihm hat seine Volksgruppe die Einrichtung eines Museums zu verdanken, das an das Leben und die Kultur in Litauen erinnert.(1975)

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