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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Vollerthun, Georg

Komponist

* 1876, 29.09.
Fürstenau, Kr. Elbing

† 1945, 15.09.
Strausberg/Berlin

Der Komponist Georg Vollerthun, Sohn eines Gutsbesitzers, studierte nach Schulbesuch in Elbing und Berlin Musik in Berlin bei Wilhelm Tappert und Rudolf Radecke und erhielt Privatunterricht in Komposition bei Friedrich Gernsheim. Er war in den Jahren 1899-1908 Kapellmeister am Deutschen Theater in Prag, am Theater des Westens in Berlin, an den Stadttheatern in Barmen und Mainz. Er hielt sich von 1908 bis 1910 in Paris auf und wirkte seit 1910 als Gesangspädagoge in Berlin. Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er teilnahm, lebte er bis 1922 auf Gut Bissenmoor in Holstein, seitdem als freischaffender Komponist in Strausberg bei Berlin. Vollerthun war Direktor des Deutschen Opernhauses und wurde 1933 Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin. Er komponierte etwa 100 Lieder, besonders für Sopran, Alt und Tenor, darunter drei Liederkreise (op. 16, 19 und 20) nach Texten von Agnes Miegel, Duette für Sopran und Tenor, Chöre, vier Opern, das Musikdrama „ Veeda“, die Musiktragödie „Island-Sage“, eine Orchestersuite „Alt-Danzig“ (1938), eine Löns-Ballade, mehrere Kantaten.(1976)

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