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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Voss, Richard

Schriftsteller

* 1851, 02.09.

† 1918, 10.06.
Neu-Grape/Pommern

Als Sohn eines Gutsbesitzers ge­boren, studierte Voß zunächst in Jena und München Philosophie. Er ließ sich anschließend in Berchtesgaden nieder und zog später nach Frascati bei Rom. 1884 übernahm er die Stelle eines Bibliothekars auf der Wartburg und lebte später abwechselnd in Berch­tesgaden und in der ihm von Kaiser Wilhelm II. zur Verfügung gestellten Villa Falconieri in Frascati. Richard Voß war ein außerordentlich produktiver und sehr erfolgreicher Romanautor und Verfasser von Trau­erspielen. In leidenschaftlicher Sprache geschrieben, sind seine Schöpfungen erfüllt von Liebe zur Natur und zu allem Schönen und von der Freude an äußerer Pracht. Zu den meist gelesenen Büchern seiner Zeit gehörte sein Roman Zwei Menschen (1911). Aus der Fülle seines Werkes seien genannt: Nachtgedanken (1871), Visionen eines deutschen Patrioten (1874), Frauengestalten (1879), Die Auferstandenen (1887), Erlebtes und Geschautes (Bilder aus Italien, 1888), Schuldig! (1892), Psyche (1900). Das Frühlingsmärchenspiel (Festgedicht zur Eröffnung des neuen Hoftheaters in Weimar, 1908), Du mein Ita­lien! Aus meinem römischen Leben (1910), Der heilige Haß (1915), Das große Wunder (1915), Aus einem phan­tastischen Leben (Erinnerungen, 1920), Gesammelte Werke (1923).

(1968)

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