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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Wagner, Elsa

Schauspielerin

* 1881, 24.01.
Reval/Estland

† 1975, 17.08.
Berlin

Die Berliner Schauspielerin Elsa Wagner wurde in Reval geboren. Dem Turm „Loewenschede“ der Revaler Stadtbefestigung, der zu ihrem Elternhause gehörte, glaubte sie, ihren Weg zum Theater zu verdanken, da ihr romantisches Zuhause ihre kindliche Phantasie mächtig anregte. Ersten Schauspielunterricht erhielt sie in St. Petersburg, dann ging sie nach Berlin, wo sie beim „Berliner Novitäten Ensemble“ tätig war. Gastspielreisen führten sie nach Ost- und Westpreußen; es folgten Engagements in den Städten Heidelberg, Flauen und Hannover. Im Jahre 1911 ging sie an das Deutsche Theater Berlin zu Marx Reinhardt, von wo sie 1921 an das Berliner Staatstheater überwechselte, bei dem sie bis 1945 blieb. Nach Kriegsende stand sie wieder auf der Bühne beim Deutschen Theater in Berlin (1945-1951), danach war das Berliner Schiller- und Schloßpark-Theater ihre neue (und letzte) Wirkungsstätte. Neben ihrer Bühnentätigkeit ist sie durch ihre Mitwirkung in zahlreichen Filmen und auf dem Fernsehschirm bekannt geworden. Der Schauspielerin Elsa Wagner sind zahlreiche Ehrungen zuteil geworden. Sie erhielt das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1954), den Berliner Kunstpreis (1959), die Ehrenmitgliedschaft des Schiller- und Schloßparktheaters (1961), das Goldene Ehrenzeichen der Genossenschaft Deutscher Bühnenkünstler (1961), den Titel „Berliner Staatsschauspielerin“ (1963). Im Jahre 1970 wurde sie zum ordentlichen Mitglied der Berliner Akademie der Künste ernannt. Ihrer Heimatstadt Reval und ihrem unverkennbar baltischen Tonfall blieb Elsa Wagner bis zu ihrem Tode treu.

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