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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Welk, Ehm

Journalist, Redakteur, Schriftsteller

* 1884, 29.08.
Biesenbrow/Uckermark

† 1966, 19.12.
Bad Doberan/Mecklenburg

Der Dramatiker und Erzähler Ehm Welk, der auch unter dem Pseudonym Thomas Trimm publizierte und Sohn eines Bauern war, wurde Journalist bei einer Stettiner Zeitung, dann Seemann, mit 21 Jahren Chefredakteur in Bremerhaven, Berichterstatter im europäischen Ausland. Im Jahre 1922 bereiste er die USA und Südamerika, lebte dann als Schriftsteller und Journalist, von 1928-1934 als Chefredakteur der „Grünen Post“ in Berlin. Als Linkssozialist kam er 1934 in das Konzentrationslager Oranienburg. Nach dem Zusammenbruch leitete er von 1945-1949 das Kulturamt Uckermünde, war Direktor der Volkshochschule Schwerin und ließ sich schließlich im Jahre 1950 als freier Schriftsteller in Bad Doberan nieder. Er erhielt 1954 den Nationalpreis der DDR und war Dr. h. c. der Universität Greifswald (1956). Seine Bücher zeichnen sich durch reichen Humor und urwüchsige Volksverbundenheit aus. Ehm Welk ist vor allem durch seine Romane „Die Heiden von Kummerow“ (1937) und „Die Gerechten von Kummerow“ (1943) bekanntgeworden. Er schrieb ferner u. a. die Romane „Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer“ (1938), „Der hohe Befehl“ (1939), „Der Nachtmann“ (1950), „Mein Land, das ferne leuchtet“ (1952), „Im Morgennebel“ (1953), das „Belgische Skizzenbuch“ (1913), die Schauspiele „Gewitter über Gotland“ (1926), „Kreuzabnahme“ (1929), „Die stillen Gefährten. Gedanken über das Leben mit Tieren“ (1943), „Theodor Fontane als Theaterkritiker“ (1949).(1976)

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