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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Wiese, Erich

Publizist, Kunsthändler, Museumsdirektor

* 1891, 30.08.
Liebau, Kr. Landeshut/Schlesien

† 1979, 24.11.
München

Der als Sohn eines Lokomotivheizers aus Liebau stammende Forscher und Publizist, Sammler, Kunsthändler und Museumsdirektor studierte an den Universitäten Jena, München, Göttingen, Lausanne und Breslau. Er promovierte im Jahre 1920 bei Finder über schlesische Plastik der älteren Zeit. Ihm ist der Ausbau des Schlesischen Museums der bildenden Künste in Breslau zu danken, wo er seit 1925 als Kustos und von 1929-1933 als Direktor tätig war. Er wurde 1933 amtsenthoben und zog sich nach Hirschberg zurück, wo er sich als Privatwissenschaftler betätigt hat. Nach dem Zusammenbruch des Jahres 1945 ließ er sich in Darmstadt nieder. Er wurde im Jahre 1950 Direktor des Hessischen Landesmuseums (bis 1959), dessen Aufbau nach der Zerstörung die Krönung seines Lebenswerkes bedeutete, und 1952 Honorarprofessor an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Professor  Wiese veröffentlichte u. a. folgende Bücher: „Die schlesische Holzplastik“ (1923), „Schlesische Malerei und Plastik“ (1928), „Deutsche Kunst in der Zips“ (1938), „Biedermeierreise durch Schlesien“ (1966). Die Künstlergilde e. V. zeichnete ihn im Jahre 1967 durch Verleihung des Georg-Dehio-Preises aus.

Bibl.: „Schlesien“, Heft III/1966.(1976)

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