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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Wolff, Heinrich

Graphiker

* 1875, 18.05.
Nimptsch/Schlesien

† 1940
März München

Der bedeutende Graphiker Heinrich Wolff, der in München eine eigene Graphikerschule ins Leben gerufen hatte, ehe er als Leiter der Graphikabteilung der Kunstakademie nach Königsberg i. Pr. berufen wurde, wirkte hier bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1936. Die letzten vier Jahre seines Lebens verbrachte er in München. Wolff war der Sohn eines Apothekers. Er besuchte das Gymnasium in Schweidnitz und die Akademien in Breslau, Berlin und München, ehe er im Jahre 1900 seine graphische Schule begründete, an der er zwei Jahre gewirkt hat. Reisen führten ihn ans Mittelmeer, nach Italien und Holland. Im Jahre 1919 ernannte ihn die Akademie der Künste in Berlin zu ihrem Mitglied. In hervorragender Weise hat Wolff alle graphischen Techniken beherrscht und als Landschaftler und Porträtist Hervorragendes geleistet. Er übte einen nachhaltigen Einfluß auf das künstlerische Leben Königsberg aus; zahlreiche Schüler sind aus seinem Atelier hervorgegangen. Die medizinische Fakultät der Universität Königsberg verlieh ihm im Jahre 1932 die Ehrendoktorwürde. Zu seinen Werken gehören Porträtradierungen von Königsberger Persönlichkeiten (Kant, Agnes Miegel), ostpreußische Landschaften. Er schrieb auch Erzählungen und war seit 1928 Herausgeber der „Bilderhefte des Deutschen Ostens“.

Bibl.: v. Seile: Ostdeutsche Biographien (Würzburg 1955).(1975)

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