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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ziesemer, Walther

Germanist

* 1882, 07.06.
Loebau/Westpr.

† 1951, 14.09.
Marburg/Lahn

Als Sohn eines Lehrers geboren, besuchte Walther Ziesemer das Gymnasium in Marienwerder. Er studierte an den Uni­versitäten Leipzig und Berlin und promovierte im Jahre 1906 in Berlin zum Dr. phil. Im Jahre 1911 habilitierte er sich in Königsberg i. Pr. für deutsche Philologie, 1918 wurde er dort zum außerordentlichen, 1922 zum ordentlichen Professor ernannt. Nach dem Zusammenbruch lehrte er seit 1945 in Marburg. Spezialgebiete des Gelehrten waren die Deutsche Sprache, Literatur und Volkskunde, besonders des deutschen Ostens. Aus der langen Reihe seiner wissenschaft­lichen Publikationen sind hervorzuheben „Zinsbuch des Hauses Marienburg“ (1910), „Das Ausgabenbuch des Marienburger Hauskomturs“ (1911), „Das Marienburger Kon­ventsbuch“ (1913), „Das Marienburger Ämterbuch“ (1916), „Das große Ämterbuch des Deutschen Ordens“ (1921), „Das Preußische Wörterbuch“ (1914), „Ostpreußisches Geistesleben in der Vergangenheit“ (1920), „Simon Dach“ (1924), „Die ostpreußischen Mundarten“ (1924), „Eine ostpreußische Apostelgeschichte des 14. Jahrhunderts“ (1927), „Literatur des Deutschen Ordens“ (1928). Er schrieb ferner Abhandlungen zur Literatur, Sprache und Volkskunde des deutschen Ostens, über Eichendorff und Fouqué sowie über die Lyrik des 17. Jahrhunderts. Aus seinem Nachlaß wurde „Hamanns Briefwechsel“ (3 Bände, 1955-1957) veröffentlicht.(1976)

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