Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1289

Literatur und Kunst

Mittwoch, 10 März 2010

Was man alles nicht gesehen hat – oder haben will

Harald Hauswald und Lutz Rathenow halten auch heute die Augen offen für die Landschaften, die dann blühen sollten und nicht recht wollten

Die DDR-Bürgerrechtsbewegung hat nur wenige veröffentlichte Bücher und Dokumente vorzuweisen, die vor der Geschichte Bestand haben.

Von: Hans Krech (KK)

Nur der Jüngste übt sich nicht in Fatalismus vor dem flachen Abgrund: Blick nach drüben 

Die Kirche hatte es schwer vor lauter „Kraft durch Freude“

Mittwoch, 10 Februar 2010
Vier Kirchengrundstücke hatte Bauleiter Koller in die Pläne für die neue Volkswagenstadt eingezeichnet, aber es kam zunächst ganz anders. Im September 1940 wurde bei einer Sitzung im Reichskirchenministerium entschieden: Auf persönlichen Wunsch des Führers „sollten nicht mehr nur der Neubau von Kirchen unterbunden, sondern auch kirchliche Umbauten verhindert werden“. Die neue Stadt sollte eine NS-Musterstadt werden, in welcher jeder kirchliche Einfluß auszuschalten war und in der sich die Lebensordnung des Nationalsozialismus widerspiegeln sollte.

Von: Norbert Matern (KK)

 

Odyssee – und nirgendwo ein Ithaka

Mittwoch, 10 März 2010
Das Buch ist 1949 erschienen und wurde rasch vergessen, auch an den Autor Fritz Nendel erinnert sich heute, nach 60 Jahren, niemand mehr. Wurden diese Aufzeichnungen einer Flucht aus Ostpreußen im Jahr der Gründung zweier deutscher Nachkriegsstaaten überhaupt wahrgenommen? Dabei ist das Thema dieses fiktiven „Tagebuchs einer Verschollenen“, so der Untertitel, das vier Jahre nach Kriegsende im Bonner Verlag der Europäischen Bücherei unter dem Titel „Spreu im Wind“ veröffentlicht worden war, keineswegs überholt, sondern nach wie vor aktuell.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

 

Bücher und Medien

Mitwoch, 10 März 2010

„Ojberschter, far wus die Schtrof un Schand?“

Wenn eine Landschaft in den Medien mythisiert wird, gehen ihre Mythen verloren. Osteuropa, lange Zeit in der Finsternis des Sowjetsterns versunken, wird seit nunmehr zwei Jahrzehnten wieder und wieder entdeckt, allerdings sind das selten Wiederentdeckungen, bei denen die reiche Geschichte mitgedacht würde. Eher wird die Sucht nach malerischer Exotik bedient, als daß politischen, geographischen oder gar kulturhistorischen Zusammenhängen auf den Grund gegangen würde.

Von: Georg Aescht (KK)

 

„Heimatfront“ im Exil

Mittwoch, 10 März 2010
Die Reihe der bisherigen Seminare an der Universität Liepaja/Libau, Lettland – Deutsch baltische Literatur, Deutschbaltische Kunst, Deutschbaltische Musik, Baltische Geschichte, Nationalbewegungen im Baltikum, Kirchengeschichte im Baltikum und Bildungsgeschichte im Baltikum – wird mit dem 8. Seminar vom 27. bis zum 29. April 2010 fortgesetzt.

Von: (KK)

 

Kinderglück in Serienproduktion

Mittwoch, 10 März 2010

Haus Schlesien bietet einen niedlichen, aber nicht verniedlichenden Blick auf Käthe Kruses Leben und ihre Puppen

Ein Rundgang durch die Ausstellung „Käthe Kruse. Ihr Leben und ihre Puppen“ im Museum für schlesische Landeskunde von Königswinter-Heisterbacherrott ist eine Exkursion in die Vergangenheit. Zu sehen sind bis zum 9. Mai in thematischen Szenen gruppierte Musterpuppen aus allen Herstellungsphasen, die Dr. Kathrin Schneider zur Verfügung gestellt hat.

Von: (KK)

Ernst des Lebens, zum Schmunzeln 

Hüter eines versehrten Grals

Mittwoch, 10 März 2010

An der selbstgestellten Aufgabe, die Eichendorff-Gedenkstätten in und um Lubowitz zu erhalten, hat sich Leonhard Wochnik aufgerieben

In dem nachgelassenen Gedicht „Der verspätete Wanderer“ fragt Joseph von Eichendorff sich am Ende seines Lebens erschrocken: „Wo werde ich wohl sein im künftgen Lenze?“ Auch Leonhard Wochnik, der bekannte und allseits geschätzte Hüter der Eichendorff-Stätten in Lubowitz, wird sich dies in letzter Zeit manchmal gefragt haben, als er seine Kräfte schwinden und das Ende herannahen fühlte.

Von: Norbert Willisch (KK)

Bild: der Autor

Adel unterrichtet

Mittwoch, 10 März 2010

Zum Ritter wurde man hier nicht geschlagen, sondern ausgebildet: Museum der Ritterakademie in Liegnitz eröffnet

Am 27. November 2009 wurde im Südflügel des Ritterakademiegebäudes zu Liegnitz das neue Museum der Ritterakademie feierlich eröffnet. Es ist eine Filiale des nur einen Steinwurf entfernten Liegnitzer Kupfermuseums. Der Gründung dieser ehemaligen Ausbildungsstätte des schlesischen Adels im Jahre 1708 durch Kaiser Josef I. war zum 300jährigen Jubiläum 2008 in zwei Symposien gedacht worden.

Von: Sigismund Freiherr von Zedlitz (KK)

Fürwahr „feudal“: die Ritterakademie Liegnitz
 

Der Europäer, an und für sich

Mittwoch, 10 März 2010

Im Rahmen der kulturhauptstädtischen Veranstaltungen zeigt das Museum Stadt Königsberg Duisburg eine Ausstellung über Immanuel Kant

Einer der Sammlungs-Schwerpunkte des Museums Stadt Königsberg in Duisburg ist dem Philosophen Immanuel Kant gewidmet. Der 1724 in Königsberg geborene und 1804 ebenda verstorbene Aufklärer nimmt unter den Denkern der Neuzeit eine Vorreiterstellung ein.

Von: Dieter Göllner (KK)

Ikone des aufgeklärten Denkens: Bildnis Immanuel Kants, Künstler unbekannt
 

Die Stunde der Frauen

Mittwoch, 10 März 2010

Die Flucht vor der Roten Armee 1945

Gewöhnlich ist ein 65. Jahrestag kein Anlaß für ein besonderes Gedenken. Aber bei durch ihre Furchtbarkeit einschneidenden Ereignissen und historischen Vorgängen ist es schon angebracht, das seinerzeit Geschehene wieder ins Gedächtnis zu rufen. An manches kann man sich gar nicht zu oft erinnern, weil es gilt, in der zivilisierten Menschheit ähnliche Vorgänge künftig auszuschließen.

Von: Eberhard Günter Schulz (KK)

Die Farben verschwimmen, die Erinnerung bleibt, diffus, jedoch intensiv: Wolf Röhricht, Fischerboot am Meer
 

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