Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1308

Königsberger aus Berufung

Mittwoch, 25 Mai 2011

Der Architekt Igor Schelepow und sein „ostpreußisches“ Engagement

Der aus Sibirien gebürtige und seit 1972 in Kaliningrad lebende Architekt und Maler Igor Schelepow verwirklichte als Inhaber des Architekturbüros „Altstadt“ zahlreiche Projekte in und um Kaliningrad. Er war auch der Schöpfer des Holzmodells der zweisprachigen Kanttafel an der Südwestecke der neu gefaßten Terrassenmauer mit der Freitreppe zum Zentralplatz, dem früheren Schloßgelände, auf dem sich heute eine ausgedehnte Springbrunnenanlage und ein Geschäftscontainer-Viertel gegenüber dem Hotel Kaliningrad erstreckt.  

Von: Heinrich Lange (KK)

 

Bücher und Medien

Mittwoch, 25 Mai 2011

Trost und Versöhnung auch ohne Theodizee

Im Jahr 2010 wurde die Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e. V. sechzig Jahre alt. Ihr Vorsitzender seit 1993, Dr. Christian-Erdmann Schott, Pfarrer im Ruhestand, hatte dazu einen besonders guten Einfall. Aus dem „Schlesischen Gottesfreund“, dem „Kirchenblatt der evangelischen Heimatvertriebenen“, wählte er 134 Artikel aus, die hier von 1950 (erstes Heft) bis 2010 erschienen.   

Von: Klaus Hildebrandt (KK)

 

Bücher und Medien

Mittwoch, 25 Mai 2011

Literaturwissenschaft als Erinnerungsarbeit

Es war immer schon so und ist heute nicht anders: gefangen zwischen Ost und West – ein ungarischer Intellektueller ist geistig der westlichen, seelisch der östlichen Kultur verpflichtet. Englisch, Deutsch, Französisch sind die Fremdsprachen, die er als erstes lernt, doch „anders rinnt“ ihm „die Zeit“, wie der „österreich-ungarische“ Bürger und siebenbürgisch-deutsche Dichter Adolf Meschendörfer einst schrieb.

Von: Ingeborg Szöllösi (KK)

 

Bücher und Medien

Mittwoch, 25 Mai 2011

„Alternative Historie“, ein polnischer Denksport

Die aktuelle Ausgabe des „Jahrbuchs Polen 2011 / Kultur“ bietet einen Einblick in die kulturelle Entwicklung Polens nach 1989. So charakterisiert Anna Nasilowska in ihrem Essay die Haltung nicht nur der Juristen und Ökonomen, die die Politik im freien Polen bestimmen, sondern auch der Vertreter aus dem Wissenschafts-, Kultur- und Medienbereich, die auf eine Kürzung staatlicher Ausgaben für Kultur gedrängt haben, deren Konsequenzen überall sichtbar sind.

Von: (KK)

 

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25 Mai 2011

Heimat, eine Frage

Das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen und das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm stellen sie und stellen sich ihr

Was ist Heimat für Sie? fragt die Künstlerin und Sozialwissenschaftlerin Monika Drach Menschen, die heute in verschiedenen Teilen der historischen Region Ostpreußen leben. Die Antworten der Polen, Litauer und Russen werden im Rahmen eines transnationalen Projekts und einer Rauminstallation im Kulturzentrum Ostpreußen unter dem Titel „Grenzenloser Himmel über mir…“ vorgestellt (noch bis zum 24. Juli 2011). 

Von: (KK)

Surrealistisch muten die Monitore in dem zitatgeschmückten Stuck-Ambiente an, doch auch die realistischen Bilder darauf sind nicht, was man gemeinhin Heimatkunst nennt

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25 Mai 2011

Artistische und historische Transparenz

In Waldkraiburg versucht ein städtisches Glasmuseum, Traditionslinien des Kunsthandwerks aus Böhmen nachzuzeichnen

In die Gegend von Waldkraiburg zogen viele Sudetendeutsche und Egerländer nach ihrer Ausweisung während oder am Ende des Zweiten Weltkriegs, als es Waldkraiburg noch gar nicht gab. Die jetzt 60 Jahre alte oberbayerische „Stadt im Grünen“ wurde vielen von ihnen zur zweiten Heimat. In Bunkern führten sie – darunter viele Kunsthandwerker – hier in den Gründerjahren das weiter, was sie in ihrer Heimat begonnen hatten. Als Instrumentenbauer zum Beispiel oder als Glasbläser.

Von: Hans Gärtner (KK)

Haushaltsgegenstände, die eher zum Hofhalten taugen: Die drei Deckelpokale werden bedeutenden Glaskünstlern des 19. Jahrhunderts zugeschrieben, etwa Emanuel Hoffmann oder Karl Pfohl. Die Leonardo da Vinci nachstellende Gravur an dem Fußbecher von Anton Simm (um 1840, u.r.) ist endgültig dem Alltag entrückt

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25 Mai 2011

Bach auf estnisch, deutsch und russisch

Internationaler Wettbewerb Johann Sebastian Bach im estnischen Rakvere, dem alten Wesenberg

Mit eisigen Winden und Schneefall war das nördliche Estland noch fest in der Hand des Winters in den letzten Märztagen 2011, während derer der Internationale Wettbewerb Johann Sebastian Bach lief. Der Wettbewerb findet seit 2003 alle zwei Jahre statt, sonst in Narva, dieses Jahr im 100 km westlich gelegenen Rakvere, dem alten Wesenberg, auf halbem Weg zur Hauptstadt Tallinn/Reval.   

Von: Helmut Scheunchen (KK)

Der unwirtliche Eindruck täuscht, Estland bietet auch deutscher Musik eine gastfreundliche Herberge: Ordensburg Rakvere

Als der Mensch nicht als Mitmensch galt

Mittwoch, 25 Mai 2011

Diese furchtbar fremde und furchtbar nahe Vergangenheit soll auch in NRW Schülern von heute nahegebracht werden – für heute und morgen

Vor kurzem erschienen, ist die von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen herausgegebene Handreichung „Flucht und Vertreibung“ in die Hände der Lehrer und Erzieher gelangt, an denen es nun weitgehend liegt, davon im Unterricht Gebrauch zu machen und das Thema ins Bewußtsein der Schülerinnen und Schüler zu bringen.  

Von: Franz Heinz (KK)

In der Kunst ist auch dornige Wirrnis schön, aber nur in der Kunst: Radierung von Gert Fabritius

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25 Mai 2011

Steter Tropfen formt den Stein

Auch Goethe schätzte ihn ob seiner Einzigartigkeit: Karlsbader Sprudelstein

Die Schreibtischgarnituren, Devotionalien, Schmuckkästchen, Broschen und Mineralien in der Vitrine stammen aus dem Karlsbader Museum und Archiv in Wiesbaden. Aufgestellt im Münchner Sudetendeutschen Haus hatte sie der Verband der ehemaligen Karlsbader für den Vortrag des Braunschweiger Physikers Professor em. Ludwig J. Weigert: „Der Karlsbader Sprudelstein“.

Von: Norbert Matern (KK)

Lebhaft erstarrte Phantasie

Dem Redakteur ist nichts zu schwer

Mittwoch, 25 Mai 2011

Nur das Kreuz mit der materiellen Knappheit und dem Überfluß an Material: Mittel- und südosteuropäische Medientage

Daß die deutsche Gesellschaft sich eine Deutsche Gesellschaft e.V. leistet, ist nicht Gemeingut, und doch hat sich dieser Verein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Europa schon dergestalt um die europäische Bürgergesellschaft verdient gemacht, daß er 2008 Nationalpreisträger wurde. Ob er nun deutsche Wandergesellen als Handwerksbotschafter bei Renovierungsarbeiten im siebenbürgischen Hermannstadt betreut oder deutsch-polnische Gesangs- und Klaviertage ausrichtet, ob er Günter de Bruyn und Martin Walser als Preisträger auf den Schild hebt oder zu einem Expertenforum „Innere Einheit“ lädt, es sind allemal klug erdachte, Klugheit fordernde und fördernde Initiativen.

Von: Georg Aescht (KK)

Sterne viele, Taler weniger: Europäisches Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft e.V. 

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