Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1316

Selbstbewußtsein ist kein Selbstläufer

Mittwoch, 25. Januar 2012

Immerhin ist Selbstaufgabe ausgeschlossen, solange es wie von den Deutschen in Schlesien als Aufgabe wahrgenommen wird

Die letzte polnische Parlamentswahl am 9. Oktober 2011 fiel für die Deutsche Liste in der Woiwodschaft Oppeln mit etwa 28000 Stimmen deprimierend aus. Vor zwanzig Jahren waren es allein im Oppelner Schlesien 74000, und landesweit wurden 1991 immerhin 132000 Stimmen errungen, was damals den Einzug von sieben Abgeordneten in den Warschauer Sejm ermöglichte. Von ihnen ist heute mit Ryszard Galla noch ein einziger übrig.

Von: Martin Schmidt (KK)

Drum singe, wem Gesang, identifiziere sich, wem Identität gegeben. Hier wird daran gearbeitet: Grundschule Raschau,
Oberschlesien
Bild: der Autor

Der Fortschritt beim Hin- und Hergehen

Mittwoch, 25. Januar 2012

Ihn praktiziert die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in kleinen Schritten mit der Hoffnung auf große Folgen

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit beging zum Jahresausgang 2011 ihr 20jähriges Jubiläum. In dieser Zeit ist es der Stiftung gelungen, den Wunsch nach einer intensiveren deutsch-polnischen Zusammenarbeit mit über 10 000 deutsch-polnischen Projekten zu ermöglichen und ihr neue Impulse zu verleihen. Aus diesem Anlaß sprach Arkadiusz Luba mit dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Stiftung, Albrecht Lempp.

Von: (KK)

Plakat zu dem Film „Pakete der Solidarität“, den die Stiftung im Andenken an die deutsche Solidarität mit der polnischen Solidarnosc produziert hat
Bild: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Wo die historische Wahrheit hofhält

Mittwoch, 25. Januar 2012

Der Heiligenhof in Bad Kissingen ist seit 60 Jahren eine Begegnungsstätte für alle, die ihr dienen

Der Heiligenhof in Bad Kissingen, als „Sudetendeutsche Heimstätte europäischer Jugend“ gegründet, wird 60 Jahre alt. Mehrere Generationen vertriebener Sudetendeutscher und ihrer Nachkommen haben ihn inzwischen als vertraute Bildungs- und Begegnungsstätte kennen- und lieben gelernt. Seine Entwicklung ist typisch für ein Stück Nachkriegsgeschichte der aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien in den Jahren 1945/46 Geflüchteten oder Vertriebenen in der Bundesrepublik Deutschland.

Von: Ute Flögel (KK)

Als Erdkunde weniger Kunde denn ein Politikum war: „Wegweiser“ Heiligenhof
Bild aus der Jubiläumsbroschüre

Die sanfte Macht der Ohnmächtigen

Mittwoch, 25. Januar 2012

Tagung der Ackermann-Gemeinde zu Glaubenszeugen im Totalitarismus

„Zeugnis geben gehört zu unserem Glauben!“ Auf diesen Nenner brachte Markus Eller OSB, der Abt der Benediktinerklöster Rohr und Scheyern, die Thematik des Symposiums „Patrone Europas – Glaubenszeugen in totalitärer Zeit“ kürzlich im niederbayerischen Kloster Rohr. Gut 120 Teilnehmer – ein Drittel aus Tschechien und der Slowakei – verfolgten die Vorträge über Glaubenszeugen im Nationalsozialismus, im Sozialismus bzw. Kommunismus sowie die Schilderungen von Zeitzeugen. Veranstalter war das Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde.

Von: Markus Bauer (KK)

Die Kirchenmauer hat Petra Flath in ihrem Porträt des Pilsener Bischofs Frantisek Radkovsky als fast auratische Hintergrundbeleuchtung inszeniert
Bild: Adalbert Stifter Verein

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Januar 2012

Fachmann für Fachwerk
Zeichnungen von Ludwig Löwe im Haus Schlesien

Wenn von den Besonderheiten schlesischer Holzbauten wie etwa Weber- und Bauernhäuser oder Kirchen aus den schlesischen Gebirgs- und Vorgebirgsregionen die Rede ist, kommt auf jeden Fall das Buch des städtischen Baurats Ludwig Löwe (1901 London – 1980 Freilassing) zur Sprache. Der im Jahre 1969 in Düsseldorf im Werner-Verlag erschienene Band „Schlesische Holzbauten“ ist zwar vergriffen, kann jedoch noch antiquarisch im Haus Schlesien erworben werden.

Von: (KK)

Traulich, doch vor allem vertrauenswürdig: Ludwig Löwe, Bauerngehöft Stuhlseifen
Bild aus der Ausstellung

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Januar 2012

„Umbra vitae“
Zum 100. Todestag von Georg Heym

Der schlesische Dichter Georg Heym (1887–1912), dessen 100. Todestags am 16. Januar gedacht wird, war neben Gottfried Benn, Georg Trakl und Ernst Stadler eine hoffnungsvolle Begabung des lyrischen Expressionismus vor dem Ersten Weltkrieg. Während der Arzt Gottfried Benn beide Weltkriege erlebte und nach 1945, nachdem die Bände „Statische Gedichte“ und „Trunkene Flut“ erschienen waren, beispiellosen Ruhm ernten konnte, starben die drei anderen Dichter, bevor ihr lyrisches Werk ausgereift war.

Von: Jörg Bernhard Bilke (KK)

Bild: Archiv

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Januar 2012

Design, bevor es so hieß
Gablonzer Modeschmuck in Rheinbach

Wo sonst als im Rheinbacher Spezialmuseum für böhmisches Glas gäbe es ein passenderes Ambiente für die Einrichtung einer Schmuckausstellung mit dem Titel „Karfunkelschein“? Unter den glitzernden, farben- und formenprächtigen Exponaten befinden sich viele seltene Exemplare, die in den 20er, 30er und in den frühen 40er Jahren in Gablonz an der Neiße gefertigt wurden. 

Von: D.G. (KK)

„Unedles“ Material, nobles Dekor: der schöne Schein will gar nichts anderes sein
Bild: Glasmuseum

« Vorherige Seite Seite 2 von 2