Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1362

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. November 2015

Ein Dichter, wie er nicht im Buche steht

Das Stuttgarter Haus der Heimat eröffnet gleich zwei Zugänge zu Persönlichkeit und Werk Gerhart Hauptmanns

Gerhart Hauptmann war ein ausgesprochen schlechter Schüler; als Jugendlicher versuchte er sich erfolglos als Bildhauer – 1912 erhielt er den Literaturnobelpreis. Thomas Mann rief ihn aus als „König der Republik“, sein früherer Freund Alfred Kerr beschimpfte ihn später wegen seiner Haltung zum Nationalsozialismus als „Feigling“, belegte ihn mit einem alttestamentarischen Fluch. Hauptmanns „Bahnwärter Thiel“ zählt bis heute zu den Meisterwerken der Novellenform, „Vor Sonnenaufgang“ löste einen veritablen Theaterskandal aus, und „Die Weber“ revolutionierte die Dramenwelt.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. November 2015

Geburtstagsfeier, dreifaltig

Stiftung Haus Oberschlesien begeht
45jähriges Jubiläum

Die Stiftung Haus Oberschlesien aus Ratingen feiert ihren 45. Geburtstag mit einem dreiteiligen Programm.

Den Auftakt bildet ein Konzert mit Klaviermusik von Heinrich Schulz-Beuthen aus Anlass seines 100. Todestages. Am 29. November, 17 Uhr, bringen die polnischen Pianisten Tomasz Kamieniak und Paulina Stateczny Werke von Schulz-Beuthen sowie Musikstücke seiner Zeitgenossen wie Franz Liszt und Richard Wagner im Haus Oberschlesien zu Gehör. Das Konzert wird in Kooperation mit dem Oberschlesischen Museum in Beuthen und mit Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit organisiert.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. November 2015

Kein Märchen, jedoch wundersam

Die Rettung des Schlosses von Lekow in Hinterpommern

1995 kaufte das deutsche Ehepaar Sinapius das vom Verfall bedrohte Schloss von Lekow im landschaftlich reizvollen Hinterpommern, einem der größten Seengebiete im heutigen Polen. Die Familie Sinapius wurde von polnischer Seite auf die Erhaltenswürdigkeit des Schlosses Lekow hingewiesen, und die polnischen Behörden leisteten in der Folge konstruktiv administrative Hilfe.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. November 2015

Häuser zum Zeigen mehr denn zum Wohnen

In Rumänien treibt die europaweite Erwerbsmigration seltsame Blüten

Das Oascher Land, die Marmarosch und die Bukowina sind eher ländlich geprägte Regionen im Norden Rumäniens. Seit einigen Jahren bestimmen stattliche Neubauten das Dorf- und Landschaftsbild mit. Farbenprächtig bis grell, mehrstöckig, marmor- und granitverziert heben sie sich von den traditionellen Häusern ab.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. November 2015

Nach Russland, aus Russland

Die Deutsche Gesellschaft e. V. nimmt sich
damit verbundener deutscher Schicksale an

Das Gedenkjahr „70 Jahre Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion“ schließt die Deutsche Gesellschaft e. V. an ihrem Sitz (Voßstraße, Berlin-Mitte) mit einem literarischen Symposium am 2. und 3. Dezember ab. Im Mittelpunkt der öffentlichen Tagung steht die Belletristik. Literaturexperten stellen die wichtigsten Werke zum Thema „Deportation“ vor, Schriftsteller lesen aus veröffentlichten und unveröffentlichten Texten.

(KK)

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. November 2015

Herbst der Emotionen

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie zeigt Bilder der Neuen Sachlichkeit – und warum sie so heißt

Der Erste Weltkrieg erschütterte Deutschland enorm: Die Anfänge der Weimarer Republik waren in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht von schweren Krisen geprägt. Als Reaktion auf die instabile Lage entwickelten sich in der bildenden Kunst Strömungen, die seit 1925 unter dem Begriff Neue Sachlichkeit zusammengefasst werden.

Gabriela Kašková (KK)

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Nur scheinbar ein Genrebild – in und über allem schwebt immer noch das Spektrum des Krieges: Franz Radziwill, Dorfeingang, Ende eines Arbeitstages
Bild: Kunstforum,
© VG Bild-Kunst

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. November 2015

Den Wörtern neuen Halt geben

Bei den Wangener Gesprächen versuchen das alle, der diesjährige Preisträger mit besonderem Erfolg

Der diesjährige Preisträger des Eichendorff-Literaturpreises ist der in Berlin lebende Schriftsteller und Literaturkritiker Nico Bleutge. In seiner Laudatio auf Nico Bleutge wies Tobias Lehmkuhl, Berlin, auf eine Verwandtschaft zwischen Gedichten Eichendorffs und Bleutges hin: „Bleutges Wörter sind selbst sehr kleine Partikel, die, vom Dichter auf besondere Weise aufgeladen, ebenfalls in der Lage sind, sich anzulagern.

(KK)

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An der Donau blauen der Himmel, die Berge, sie selbst – und über allem die Kunst: Béla Ónódi, Blick auf Szentendre
Bild: DZM Ulm

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. November 2015

„Leben auf lauter Zwischenstationen“

Vor 40 Jahren hat Hannah Arendt ihre Endstation erreicht

Sie las bereits als Vierzehnjährige in Königsberg Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und Werke von Sören Kierkegaard und Karl Jaspers. Wegen einer Protestaktion gegen eine Lehrerin wurde sie der Schule verwiesen und bestand, erst 17 Jahre alt, ihr Abitur als Externe. Dann verließ die in Hannover Geborene, die aus einer alten Königsberger Kaufmannsfamilie stammte und ihre ganze Jugend in Königsberg verbracht hatte, diese Stadt, um sich in Marburg und später in Heidelberg dem Philosophiestudium zuzuwenden.

Klaus Weigelt (KK)

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Erst nachdenken, dann reden – „das Einfache, das schwer zu machen ist“. Wer es beherrscht, kann ruhig rauchen: Hannah Arendt
Bild: Wikimedia Commons

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. November 2015

Den Wörtern neuen Halt geben

Bei den Wangener Gesprächen versuchen das alle, der diesjährige Preisträger mit besonderem Erfolg

Der diesjährige Preisträger des Eichendorff-Literaturpreises ist der in Berlin lebende Schriftsteller und Literaturkritiker Nico Bleutge. In seiner Laudatio auf Nico Bleutge wies Tobias Lehmkuhl, Berlin, auf eine Verwandtschaft zwischen Gedichten Eichendorffs und Bleutges hin: „Bleutges Wörter sind selbst sehr kleine Partikel, die, vom Dichter auf besondere Weise aufgeladen, ebenfalls in der Lage sind, sich anzulagern.

Johannes Rasim (KK)

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Seine lyrischen Selbstgespräche wurden bei den Wangener
Gesprächen
von Ulrich Schmilewski (l.) gepriesen und mit dem Eichendorff-Preis bedacht: Nico Bleutge
Bild:der Autor

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