Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1368

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Mai 2016

Normalfall Migration?

Zu den Dimensionen der Normalität

Vom 7. bis zum 9. Juni 2016 veranstalten das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa und das Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Breslau/Wrocław in Kooperation mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück, der Stadt Dresden und der Stadt Breslau/Wrocław eine Podiumsdiskussion und Tagung unter dem Titel „Normalfall Migration? Kulturelle, historische und aktuelle Dimensionen“. Orte: Dresden, Deutsches Hygiene-Museum (7. Juni), Kulturrathaus Dresden (8. Juni), Breslau/Wrocław (9. Juni).

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Mai 2016

Früh- und „Spätsommer“

Stifter-Stipendium in Oberplan

Ein vom Adalbert Stifter Verein in Zusammenarbeit mit Kulturallmende München und dem Adalbert Stifter Zentrum Oberplan ausgeschriebenes Stipendium ermöglicht den Autoren, im Frühjahr bzw. Herbst dieses Jahres jeweils einen Monat im Geburtsort Adalbert Stifters in Südböhmen zu wohnen und zu schreiben. Die Autoren dieses Jahres wurden unter 49 Bewerbern ausgewählt.

Petra Morsbach, 1956 in Zürich geboren, Studium und Promotion in München, später Theaterakademie in Leningrad/St. Petersburg, lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Starnberg. Nach mehreren Jahren als freie Regisseurin an den Theatern Freiburg, Ulm und Bonn debütierte sie 1995 aufsehenerregend mit dem Roman „Plötzlich ist es Abend“, dem seither fünf Romane folgten: „Opernroman“ 1998, „Geschichte mit Pferden“ 2001, „Gottesdiener“ 2004, „Der Cembalospieler“ 2008 und „Dichterliebe“ 2013. 2008 erschien ihr Essayband „Warum Fräulein Laura freundlich war. Über die Wahrheit des Erzählens“. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2013 den Jean-Paul-Preis. 2014 wurde ihr Spielfilm „Der Schneesturm“ (56 Minuten) über Adalbert Stifter in München uraufgeführt.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Mai 2016

Sächsische, ironische Ikonographin

Kulturpreis für Sieglinde Bottesch

Den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis, der zu Pfingsten auf dem Heimattag der Siebenbürger Sachsen verliehen wurde, ging in diesem Jahr an die Künstlerin Sieglinde Bottesch. 1938 in Hermannstadt geboren, hat sie sich einen Namen gemacht, seitdem sie 1965 die Fakultät für bildende Künste des Pädagogischen Institutes in Bukarest absolviert hat. Zu verdanken ist das sowohl ihrer regen internationalen Ausstellungstätigkeit seit 1967 als auch der Güte und der Vielfalt ihres Werks.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Mai 2016

Singen und Sagen

Isabelle Kuzan in Düsseldorf

Die Sängerin Isabelle Kusari wird am 17. Juni 2016 im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf ein Programm zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung präsentieren. Es wird eine Premiere sein, denn ein solches internationales und regionales Musikprogramm zum Thema Heimat wurde bisher noch nie präsentiert oder gesungen.

(KK)

 


Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Mai 2016

Bunte Metaphysik

Das Chorhauptfenster der Kathedrale St. Johannes der Täufer und St. Johannes Evangelist in Thorn von der DPS renoviert und geschützt

Bei Pfarrer Marek Ruminski will sich zunächst keine rechte Begeisterung einstellen, als ihm von Dr. Ulrich Schaaf, dem Regionalbeauftragten der Deutsch-Polnischen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz für die Woiwodschaft Kujawien, im Sommer 2014 der Vorschlag unterbreitet wird, seine Kirche, die Kathedrale St. Johannes der Täufer und St. Johannes Evangelist in Thorn, genauer deren Chorhauptfenster, zum Bestandteil eines von deutscher Seite finanzierten Restaurierungs- und Forschungsprojekts zu machen. Die Zurückhaltung geht vor allem darauf zurück, dass die mächtige mittelalterliche Kirche seiner Gemeinde in der unter dem Schutz der UNESCO stehenden Thorner Altstadt Jahre umfangreicher Sanierungsarbeiten hinter sich hat und jetzt endlich wieder, von Gerüsten befreit, erstrahlt. Und das will vor allem der Bischof nicht durch eine neue Gerüststellung, die zur Bearbeitung des mächtig hohen Ostfensters notwendig wird, gleich wieder aufs Spiel setzen.

Peter Schabe (KK)

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Weniger zum Durch- als zum Hinschauen: markante Partie des Ost-Chorfensters mit mittelalterlicher Architekturmalerei und ornamentaler Glasfeldergänzung von um 1950
Bilder: der Autor

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Mai 2016

Als flösse die Oder durchs Siebengebirge

Breslau als Kulturhauptstadt Europas 2016 hat eine aktive Außenstelle im Haus Schlesien in Heisterbacherrott

Mit der Ausstellung „Junge Kunst aus Breslau“ und einem regen Dialog des Publikums mit zeitgenössischen Künstlern startete das Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbacherrott sein Programm zur Feier der Europäischen Kulturhauptstadt 2016. Im Mittelpunkt der Begegnung standen die beiden jungen Breslauer Künstler Małgorzata Zukterowska und Łukasz Morawski, die bis Mitte August eine Auswahl ihrer Arbeiten zeigen. Am Gespräch nahm auch der etablierte Bildhauer Stanisław Wysocki (Stanwys) teil.

D. G. (KK)

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Was ist groß, was klein? Großartig ist das Pferd mit Herz, während die Sonne kleiner ist als eine Ananas: Malgorzata Zukterowska, Stillleben
Bilder: Dieter Göllner

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Mai 2016

Im Kloster, aber nicht in Klausur

Das Westpreußische Landesmuseum ist in Warendorf angekommen – und sichtlich gut aufgehoben

Die offizielle Neueröffnung des Westpreußischen Landesmuseums (WLM) im ehemaligen Franziskanerkloster von Warendorf fand Ende 2014 statt. Inzwischen hatte das Museumsteam unter der Leitung seines langjährigen Direktors Dr. Lothar Hyss bereits Gelegenheit, zahlreichen Besuchern Begegnungen mit der deutsch-polnischen Kulturlandschaft zu ermöglichen, sei es im Rahmen der neu gestalteten Dauerausstellung, sei es mit Wechselschauen sowie nicht zuletzt mit Lesungen, Buchpräsentationen und Vorträgen.

(KK)

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Ein Prosit der Ungemütlichkeit haben die Mitarbeiter des Museums über Jahre ausgebracht, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hier zu sehen: ein Danziger Humpen
Bilder: Dieter Göllner

Literatur und Kunst

Mittwoch, 25. Mai 2016

Die Flüssigkeit des Glases

Udo Edelmann stellt in Rheinbach aus

Dass sich der 1938 in Landsberg an der Warthe, heute polnisch Gorzów Wielkopolski, geborene Udo Edelmann vor etwas mehr als 30 Jahren in Rheinbach niederließ und das ehemalige Wasserwerk zum „Glashaus am Wasserturm“ ausbaute, war für das Voreifelstädtchen und seine traditionsreiche Glasszene ein wahrer Glücksfall. Mit seinen auf vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigten Kunstwerken machte er den Namen Rheinbach international bekannt. Auch zu zahlreichen Ausstellungen holte er Künstler der internationalen Glasszene oder deren Arbeiten nach Rheinbach.

Dieter Göllner (KK)

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Eine Heldenbrust, der der Held abhanden gekommen ist – Non-Monumentalität von Udo Edelmann, Torso
Bild: der Autor

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