Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1371

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. August 2016

Nicht nur für Gotteslohn

Georg Dehio-Kulturpreis

Mit dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotierten Georg Dehio-Kulturpreis würdigt das Deutsche Kulturforum östliches Europa auch 2017 besondere Leistungen in der Erforschung, Bewahrung und Präsentation von Zeugnissen des gemeinsamen kulturellen Erbes in Regionen des östlichen Europa, in denen Deutsche gelebt haben oder heute noch leben, sowie herausragendes Engagement für gegenseitiges Verständnis und interkulturellen Dialog.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. August 2016

Alles andere als banal

Banat-Tagung in Temeswar

Die Deutsche Gesellschaft e. V. veranstaltet im Jubiläumsjahr 300 Jahre Banater Schwaben in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Regionalforum Banat des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) und der Landsmannschaft der Banater Schwaben e. V. am 30. und 31. August eine Konferenz zum Thema „Das Banat im Blick: Wandel – Erinnerung – Identität“ im Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus in Temeswar/Timisoara, Rumänien.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. August 2016

Sammlungen, geballt

Fortsetzung der Heimatstuben-Beratung

Von den über 500 Heimatsammlungen und -stuben aus allen ehemals ostdeutschen Regionen, die heute in Deutschland bestehen, sind viele in ihrer Existenz bedroht, sei es wegen des fortgeschrittenen Alters der ehrenamtlichen Betreuer, sei es aufgrund der Ignoranz von Kommunen, die einst die Patenschaft für eine Gemeinde in der Heimat übernommen hatten. Es gilt indes, die Sammlungen als unverzichtbare Vermittlungsstätten deutscher Erinnerungskultur nachhaltig zu sichern.

(KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Donnerstag, 25. August 2016

Königsberg Bindestrich Kaliningrad

Fotoausstellung in Berlin

Obwohl nur sehr wenige deutsche Königsberger nach der Vertreibung und der letzten Ausweisungswelle 1948 in dem sowjetischen Kaliningrad blieben, blieb die deutsche Stadt in der sowjetischen präsent. Heute drohen sogar die Spuren Geschichte der Sowjetunion aus dem Gedächtnis der Stadt zu verschwinden. Die Fotografien des russischen Fotografen Dmitry Vyshemirsky, die das Berliner August Bebel Institut vom 2. bis zum 30. September ausstellt, sind Zeugnisse des Wandels der von Krieg, Vertreibung und Wiederaufbau geprägten Stadt und des Kampfes um visuelle Deutungshoheiten.

(KK)

Literatur und Kunst

Donnerstag, 25. August 2016

„… zutiefst zu Hause in der Fremde“

Birgit Lermen, Verena Lenzen (Hg.): „es stand / Jerusalem um uns“ – Jerusalem in Gedichten des 20. und 21.  Jahrhunderts. Festgabe für S. E. Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff zum 75. Geburtstag. Mönchengladbach 2016, 184 Seiten

Diese Festgabe für einen verdienten Bischof, mit viel Mühe und Liebe zusammengetragen von zwei namhaften Literaturwissenschaftlerinnen, erweist sich beim näheren Hinsehen als wahre Fundgrube für Freunde der Lyrik und insbesondere Jerusalems. Diese Stadt, deren Name bereits 1800 v. Chr. in der Geschichte auftaucht, erhält zur Zeit des Zweiten Tempels nach 500 v. Chr. in der feierlichen Dualform Jeruschalajim die von den späteren Masoreten biblisch festgelegte Bedeutung: „Stadt des Friedens“. Ein Frieden, den Psalm 122 in die bis heute unerfüllte Bitte kleidet: „Es möge Friede sein in deinen Mauern / und Glück in deinen Palästen!“

Klaus Weigelt (KK)

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Ein Denkmal in Czernowitz, gewidmet dem Dichter, von dem der Titel des Bandes stammt, gleichsam eine paradoxe Bestätigung seiner Aussage
Bilder: Wikimedia Commons

Literatur und Kunst

Donnerstag, 25. August 2016

Unbehauste Texte

Die abenteuerliche Geschichte von Hunderten von Handschriften und Dokumenten Eichendorffs findet ihren Abschluss

Lange Zeit galt die Sammlung als verschollen – nun kamen große Teile des so genannten „Wiesbadener Nachlasses“ in das Goethe-Museum nach Frankfurt, wo bis 2019 ein Romantik-Museum entstehen soll. Die abenteuerliche Geschichte von Hunderten von Handschriften und Dokumenten Eichendorffs findet ihren Abschluss.
Voller Stolz präsentierte am 15. März das Freie Deutsche Hochstift, der Träger des Goethe-Museums in Frankfurt, die Neuerwerbung des Hauses. Es handelt sich um 218 handschriftliche Doppel- und 100 Einzelblätter, die größtenteils aus dem sogenannten Wiesbadener Nachlass stammen. „Die Wissenschaft erhofft sich ergiebige frische Quellen für die Eichendorff-Forschung. Der Teilnachlass Eichendorffs wirft Schlaglichter auf ein bewegtes Leben zwischen Kampf in den Befreiungskriegen, romantischer Dichtkunst, Familienglück und -leid und preußischem Ministerialdienst. Zu dem Konvolut gehören Manuskriptseiten bekannter Werke wie ‚Das Marmorbild‘, Briefe von und an Eichendorff sowie persönliche Notizen und amtliche Zeugnisse“, so die Hochstift-Sprecherin Beatrix Humpert.

Johannes Rasim (KK)

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Romantisch zwar nicht, aber ein Hort der Romantik: der frühere Familiensitz der Eichendorffs in Sedlnitz. Der Gedenkstein (rechts im Bild) erinnert an den berühmten Besitzer des einstigen Herrenhauses (Aufnahme Sommer 2013)
Bilder: der Autor

Literatur und Kunst

Donnerstag, 25. August 2016

Polnisch-pommersche Poetik

Ein Seminar der Ostsee-Akademie kreist um den Satz: „Ich habe über die deutschen Stettiner geschrieben, weil es ein Buch für die Polen ist“

Im Mittelpunkt eines Seminars der Ostsee-Akademie im Pommern-Zentrum Travemünde unter dem Titel „Das literarische Stettin“ stand die Frage: Wie haben deutsche und polnische Publizisten die Zeit der Irrungen und Wirrungen in der jetzigen Grenzregion beiderseits der Oder seit 1945 schriftstellerisch bewältigt? Diese Frage verlockte eine interessierte Gruppe, auf literarische Spurensuche zu gehen. Von polnischer Seite nahmen etliche Stettiner der Gegenwart an der Begegnung teil. Der Höhepunkt des Treffens fand in einem Vortragssaal der Pommerschen Bibliothek im renovierten Gebäude der ehemaligen deutschen Bücherei der Stadt Stettin statt.

Hans-Gerd Warmann (KK)

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Ein schicklicher Ort, Literatur zu feiern: die renovierte Pommersche Bibliothek, ehemals Stettiner Stadtbücherei
Bilder: der Autor

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