Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1372

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

Traurige Bewunderung

Eine rumänische Schriftstellerin feiert eine rumäniendeutsche Künstlermonografie als melancholisches Erlebnis

Statt einer kunsthistorisch fundierten Besprechung dieses geradezu opulenten Bildbandes bringen wir die ganz und gar subjektive und umso eindrucksvollere essayistische Impression der rumänischen Schriftstellerin Nora Iuga, die nicht nur Zugang hat zu deutschsprachigen Texten, sondern auch auf besonders eindringliche Art dem rumänischen Leser diesen Zugang zu eröffnen sucht – und damit auch den zu einer selbst in Rumänien noch allzu wenig bekannten deutschen Kulturgeschichte Siebenbürgens. Der hier auszugsweise veröffentlichte Aufsatz ist in der Bukarester Kulturzeitschrift „Observator cultural“ (5223, 16.–22. Juli 2015) erschienen.

Nora Iuga (KK)

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Der feine Strich, die eigenwillige Haltung und Farbgebung, recht jugendlich – wäre da nicht der Blick: Margarete Depner, Selbstporträt
Bilder (auch Titel und Seite 3) aus dem besprochenen Buch

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

Humane Ökonomie aus dem Geiste der Poesie

Erziehung zur Verantwortung, vom Dichter Ernst Wiechert beschworen, von seinem Schüler K. William Kapp ökonomisch nach-gedacht

Die Begriffe Kreativität, Ästhetik und Ethik verbinden sich heutzutage nicht unbedingt selbstverständlich mit den in den Medien oder der Presse vermittelten Fakten und Problemen der ökonomischen Wirklichkeit. Beobachtet man die seit Jahren non-
kreative, ja destruktive, breite Kreise der europäischen Bevölkerung enteignende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die Tatsache, dass ganze Vorstände von Großunternehmen sich Strafverfahren zu stellen haben, und die nicht nur andernorts, sondern auch in Deutschland grassierende Korruption in Wirtschaft und Gesellschaft, dann fragt man sich als einfacher Staatsbürger, welche Qualität die gesellschaftliche Verantwortung von Eliten und wirtschaftlichen Führungskräften und der hiesige Rechtsstaat inzwischen erreicht haben.

Klaus Weigelt (KK)

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Wie gute Architektur der utilitaristischen Zweckbindung enthoben erscheint, so reicht auch gute Ökonomie über die mechanistisch-mathematische Kosten-Nutzen-Rechnung hinaus: Berwarttreppe im ehemaligen Deutschordensschloss Ellingen
Bild: Dieter Göllner

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

Seht her: das „Niegehörte“

Das Westpreußische Landesmuseum zeigt eine Auswahl aus dem grafischen und bildhauerischen Werk von Günter Grass

Der Erzähler, Lyriker und Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat sich in der deutschen Nachkriegsliteratur mit Romanen, Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken einen bedeutenden Platz gesichert. Allerdings stand für ihn bereits früh fest, dass er Künstler werden wollte. Er hat die Begeisterung für die bildenden Künste von seiner Mutter geerbt. Noch bevor Grass als Schriftsteller berühmt wurde, widmete er sich der Kunst und arbeitete u. a. auch als Werbetexter.

D. G. (KK)

 

Gegenständlich und doch entfremdet, manchmal bis zur Befremdlichkeit: Diese nimmt der Bildner Grass genauso in Kauf wie der Dichter Bild: Dieter Göllner Gegenständlich und doch entfremdet, manchmal bis zur Befremdlichkeit: Diese nimmt der Bildner Grass genauso in Kauf wie der Dichter
Bild: Dieter Göllner

Gegenständlich und doch entfremdet, manchmal bis zur Befremdlichkeit: Diese nimmt der Bildner Grass genauso in Kauf wie der Dichter
Bild: Dieter Göllner

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

Vom Fund- zum Kunst-Stück

Der Objektkünstler Daniel Spoerri im Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Ab dem 23. Oktober 2016 zeigt das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg eine umfangreiche Retrospektive des Schweizer Ausnahmekünstlers Daniel Spoerri (geboren 1930 in Galatz/Galati, Rumänien), der den Lovis-Corinth-Preis für das Jahr 2016 erhält. Die feierliche Preisverleihung wird anlässlich der Eröffnung am Samstag, dem 22. Oktober 2016, stattfinden.

Gabriela Kašková (KK)

Eat Art: Nicht eigentlich gedeckt, dafür geklebt ist der Tisch, an dem Daniel Spoerri sitzt Foto: Barbara Räderscheidt, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Eat Art: Nicht eigentlich gedeckt, dafür geklebt ist der Tisch, an dem Daniel Spoerri sitzt
Foto: Barbara Räderscheidt, Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Eat Art: Nicht eigentlich gedeckt, dafür geklebt ist der Tisch, an dem Daniel Spoerri sitzt
Foto: Barbara Räderscheidt, Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

„Roman eines nach Siebenbürgen Verschlagenen“

Hier wurde er geschrieben, ein Stadtschreiber darf es erneut versuchen

In Zusammenarbeit mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Kronstadt/Brasov schreibt das Deutsche Kulturforum östliches Europa im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 erstmals die Stelle eines Stadtschreibers oder einer Stadtschreiberin im siebenbürgischen Kronstadt als einer zentralen Stätte der Reformation im östlichen Europa aus. Deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die bereits schriftstellerische oder journalistische Veröffentlichungen vorzuweisen haben, sind eingeladen, sich um die Stelle für 2017 in Kronstadt zu bewerben. Insbesondere werden Autorinnen und Autoren angesprochen, die sich auf Wechselwirkungen von Kultur, Literatur und Publizistik mit dem historischen Erbe der Stadt, der Region und des Landes einlassen wollen.

(KK)

 

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Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

Ungarn als Hoffnungsträger

Das war vor 60 Jahren, zeigt das Donauschwäbische Zentralmuseum

Unter dem Titel „Der Ungarn-Aufstand in der Literatur“ nimmt das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm gleich zwei Veranstaltungen ins Programm, die den Budapester Ereignissen von 1956 gewidmet sind. Am 22. September gab es eine Autorenbegegnung, bei der das Buch „Das geheime Fotoalbum der Tante Ilona. Budapest 1956 und 2016“ der Autorin Gudrun Brzoska vorgestellt wurde.

(KK)

 

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. September 2016

Blick auf Breslau vom rheinischen Siebengebirge

Ergebnisse eines Fotowettbewerbs im Haus Schlesien

Als sinnvolle Ergänzung zur Sonderausstellung „Breslau persönlich“ hat Haus Schlesien von Königswinter-Heisterbacherrott einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Derzeit sind die 24 besten Arbeiten im Eichendorffsaal zu sehen.

(KK)

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Simon Wolfs preigekröntes Bild der Dominsel
Bild: Haus Schlesien

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