Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1375

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Dezember 2016

In der Sprache der Formen und Farben

Die 50 Jahre seit Gründung der Ostdeutsche Galerie, Regensburg, legen Zeugnis ab für Internationalität in der Kunst

Die Einzigartigkeit in ihrem Auftrag wie auch in ihrer Sammlung und den Veranstaltungen betonten die Grußwortredner, Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und der Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Eugen Turi. Die Rede ist vom Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Der formale Gründungsakt am 16. November 1966 stand am Ende einer langjährigen Vorarbeit.

Markus Bauer (KK)

 

Beletage, gar belle étage auf Ostdeutsch: „Highlights“ der Sammlung, hoch ins rechte Licht gehangen
Bild: Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Dezember 2016

Ein Koffer zum Bleiben

Reisen musste Hannah Arend, um der Bedrohung in ihrer Heimat zu entgehen – jetzt kehrt sie zurück in das Bewusstsein Königsbergs

Was sind die Namen, die als erste im Zusammenhang mit Königsberg erwähnt werden? Allen voran natürlich Kant, dann folgen Kollwitz, Hoffmann, Bessel, Hilbert, Euler. Doch der für die Weltgeschichte nicht weniger bedeutende Name Hannah Arendt fand bis vor kurzem kaum Beachtung in Kaliningrad.

Sie wurde 1906 unweit Hannover geboren, ihre Eltern stammten aus Königsberg, so hat Hannah ihre Kindheit und Jugend in Ostpreußen verbracht. Hier las sie mit 14 Jahren Immanuel Kant und fasste den Entschluss, ihr Leben mit Philosophie zu verbinden. Sie starb 1975 in New York, war aber bis zuletzt ihrer Heimatstadt verbunden. Sie sprach von sich als Königsbergerin – doch in Kaliningrad wusste niemand etwas davon.

Svetlana Kolbaneva
(Königsberger Express – KK)

 

Der Griff an dem von Ram Katzir (rechts neben seinem Werk) Hannah Arendt gewidmeten Koffer ist kein Trage-, sondern ein Haltegriff für jene, die Halt suchen zum Selberdenken. Hier tun es die Veranstalter vor dem Sackheimer Tor
Bild: Deutsches Generalkonsulat Kaliningrad

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Dezember 2016

Das Schöne im Wetterwendischen – und umgekehrt

Wangener Gespräche und die Verleihung des Eichendorff-Preises

Die diesjährigen Wangener Gespräche fanden vom 22. bis zum 25. September statt. Der Wangener Kreis Gesellschaft für Literatur und Kunst „Der Osten“ e. V. organisiert alljährlich diese Tagung, deren Höhepunkt die Verleihung des prestigeträchtigen Eichendorff-Literaturpreises ist. Heuer ging die Auszeichnung an Christian Lehnert (Markkleeberg), der als evangelischer Pfarrer im Müglitztal bei Dresden arbeitete, bevor er als Studienleiter für Theologie und Kultur an die Evangelische Akademie in Wittenberg berufen wurde. Seit 2012 leitet Lehnert das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands an der Universität Leipzig.

In der Begründung der Jury für die Vergabe des Preises heißt es: „Das lyrische und essayistische Werk Christian Lehnerts durchdringt Kreuzesgeschichte und Schoah auf der Suche nach Gottesbezug und Gotteserfahrung.

Johannes Rasim (KK)

 

„Die Poesie ist nicht höher, nicht besser als alle Vernunft, sie kommt aus einer anderen Gegend, hereingeweht von anderen Winden.“ Preise dafür sind den glücklich Betroffenen meist nicht ganz unpeinlich, Freude ist kein poetischer Zustand, darf aber durchaus sein: (v. l.) Ulrich Schmilewski, Christian Lehnert, Dirk Pilz
Bild: der Autor

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Dezember 2016

Geschichten wie das tägliche Brot

Mit denen von Otfried Preußler sind viele Kinder großgeworden, vielleicht sogar stärker

Bis zum 13. Januar 2017 ist im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus eine Ausstellung über Otfried Preußler zu sehen, die mit dem Kindergartenchor „Warwuschel“ und mit Schülerinnen und Schülern des Cecilien-Gymnasiums Düsseldorf eröffnet wurde, die einige Szenen und das Bühnenbild zu „Krabat“ vorführten.

„Der Mensch braucht Geschichten, wie er sein tägliches Brot braucht.“ Und: „Seien Sie gut zu den Kindern – wir haben nichts Besseres!“ Das sind Worte, die Otfried Preußler nicht nur so dahinsagte, sondern die er auch lebte und in seinen Werken vermittelte.

Katja Schlenker (KK)

 

In böhmischen Dörfern sind natürlich auch die Zäune böhmisch, was Wunder also, dass sogar der Räuber dahinter staunen muss – wie dann erst der Leser davor. Je jünger er aber ist, desto weniger
Bild aus der Ausstellung

« Vorherige Seite Seite 2 von 2