Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1378

Literatur und Kunst

Samstag, 25. März 2017

„… für eine Zeit ohne Angst“

Vor 100 Jahren wurde Johannes Bobrowski geboren

Das Christentum prägte sein Leben, Sarmatien seine Dichtung, jenes weite Grenzland im Osten jenseits der Weichsel, in dem der Gymnasiast Bobrowski das Mit- und Durcheinander von Litauern, Polen, Russen, Deutschen, „unter ihnen allen die Judenheit“ beobachtete, wovon er später so nachdrücklich reden sollte. So berichtet Eberhard Haufe (1931–2013), der langjährige Begleiter Bobrowskis und spätere Herausgeber der 1987 in der Deutschen Verlags-Anstalt erschienenen vierbändigen „Gesammelten Werke“ des Dichters. Seine ausführliche Einleitung am Beginn des ersten Bandes ist eine Fundgrube biographischer und literarischer Informationen über Johannes Bobrowski. 

Klaus Weigelt (KK)

 

Sarmatien – vielfarbig, vielgestaltig und doch eine Einheit für Johannes Bobrowski und auch Ida Kerkovius, wenngleich unter anderem Namen: Polnische Landschaft
Bild aus der Ausstellung, vgl. S. 20 – Kunstmuseum Stuttgart

Literatur und Kunst

Samstag, 25. März 2017

„… wissen ein Lied noch“

Unser Autor hat vor Jahrzehnten schon an Bobrowskis „Daubas“ erinnert

Am 6. Oktober 1984 hielt Klaus Weigelt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Stadtgemeinschaft Königsberg (Pr) einen Festvortrag zum 30-jährigen Bestehen der Patenschaft des Ratsgymnasiums in Hannover über das Stadtgymnasium Altstadt-Kneiphof zu Königsberg Pr. zum Thema „Heimat – Tradition – Geschichtsbewusstsein“.

(KK)

Literatur und Kunst

Samstag, 25. März 2017

Mord mit Aussicht – auf Breslau

Marek Krajewski würzt seine Krimis mit der Zutat einer zwar vertraut klingenden und doch ganz fremden, weil untergegangenen Topographie

„Sie kamen am Sonnenplatz an. Die Stadt pulsierte vor Leben. In der Straßenbiegung kreischte die Trambahn, mit der die Arbeiter zur zweiten Schicht in die Fabriken von Linke, Hofmann und Lauchhammer fuhren, das Licht der Gaslaternen flackerte. Sie bogen nach rechts in die Gartenstraße ein: Vor der Markthalle drängten sich die Fuhrwerke mit ihren Kartoffel- und Kohllieferungen, der Wächter des großen Jugendstilgebäudes an der Ecke Theaterstraße reparierte schimpfend die Lampe über dem Eingang, und zwei betrunkene Burschenschaftler hatten nichts Besseres zu tun, als ein paar Prostituierte anzupöbeln, die mit ihren Schirmen vor dem Konzerthaus auf und ab defilierten.

Martin Hollender (KK)

 

Die Autos sind jetzt andere, die Atmosphäre aber dürfte dieselbe sein: Breslau, Elisabethkirche, fotografiert von Mathias Marx
Bild: Deutsches Kulturforum östliches Europa

Literatur und Kunst

Samstag, 25. März 2017

Im Dreispracheneck

Schlesisches Nach(t)lesen in Görlitz

Das neunte „Schlesische Nach(t)lesen“ bietet am 1. April 2017 den Interessenten wie jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm von parallelen Kurzlesungen, die in Beziehung zu Schlesien, der Region und der Stadt Görlitz stehen. Erstmals finden auch sorbische Autoren sowie die sorbische Sprache ihren Platz im Rahmen der Veranstaltung.

Das vom Schlesischen Museum zu Görlitz gemeinsam mit den Stadtbibliotheken von Görlitz und Zgorzelec vorbereitete Programm startet bereits um 17 Uhr mit einem literarischen Spaziergang in Zgorzelec.

D. G. (KK)

 

Nicht die Worte der Heiligen Schrift allein: Lesung von Bischof Ipolt und Prälat Wesołowski im Schlesischen Museum beim Nach(t)lesen 2016
Bild: Schlesisches Museum, Klaudia Kandzia

Literatur und Kunst

Samstag, 25. März 2017

„Im Herzen der Farbe“ – herzerfrischend

Ida Kerkovius im Städtischen Museum Engen

Ida Kerkovius (1879–1970) ist eine Künstlerin der Klassischen Moderne, deren Werk bis heute auf die Entdeckung durch ein größeres Publikum wartet. Die in Riga Geborene wurde Schülerin Adolf Hölzels an der Stuttgarter Akademie und gehörte, wie ihre berühmten Kollegen Willi Baumeister und Oskar Schlemmer, zur Avantgarde der deutschen Kunst. Nun ist die Sonderausstellung „Im Herzen der Farbe“  vom 28. März bis zum 30. Juli im Städtischen Museum Engen zu sehen.

(KK)

 

Schon die Skizze schwelgt in Farben: Entwurf zum Zirkusbild
Bild: Privatbesitz,
Foto Bernhard Strauss

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