Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1389

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. Februar 2018

„Es fällt nun, Mutter, Schnee in der Ukraine“

Eine vom Deutschen Kulturforum östliches Europa berufene Jury, der auch zwei ukrainische Vertreterinnen angehörten, wählte Barbara Thériault, Soziologie-Professorin an der Universität Montréal, als Stadtschreiberin in Lemberg.

(KK)

 

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Februar 2018

Matroschka-Effekte

Königsberg – Kaliningrad – Kjonigsberg: auf der Suche nach dem Kern einer merk-würdigen Stadt

Der Flug Düsseldorf–Moskau–Kaliningrad dauert gute sechs Stunden, Zeit genug, das akribische Wunderwerk „Otscherki istorii Kjonigsberga“ (Skizzen zur Geschichte Königsbergs) zu lesen. 1991 veröffentlichte es der Historiker Aleksej Gubin, geboren 1930 in Turkmenien und seit 1955 in Königsberg ansässig. Er war von der Stadt fasziniert und entflammt andere für sie. Offiziell heißen Stadt und Umgebung seit 1947 „Kaliningrad“, was Gubin in seinem Skizzen-Buch von 1991 und weiteren Publikationen mehr oder minder ignorierte, so dass er eine wahre „Kjonigsberg“-Renaissance auslöste.

Wolf Oschlies (KK)

 

Wo ist der Sinn im Widersinn der Geschichte? Trauer in Stein, brutaler Triumph in Beton: Reste der Kellergewölbe des Schlosses, erdrückt vom „Haus der Sowjets“
Bild: Ostpreußenblatt

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Februar 2018

Virtuelle Heimat, reale Rettung

Für Heinrich und Thomas Mann waren das tschechoslowakische Pässe

Aus der Exilforschung ist seit Jahrzehnten bekannt, dass die beiden deutschen Schriftsteller Heinrich und Thomas Mann, denen die deutsche Staatsbürgerschaft nach 1933 durch die Nationalsozialisten entzogen worden war, 1936 Bürger der 1918 gegründeten Tschechoslowakischen Republik wurden, obwohl sie nie dort gelebt haben. Wie das alles damals zustande kam, ist jetzt näher erforscht worden.

Jörg Bernhard Bilke (KK)

 

Zwei ungleiche Brüder, gleichwohl verbunden durch listig-mutige böhmische Hilfe
Bild: Wikimedia Commons

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Februar 2018

Bilder vom Licht ins Licht gehoben

Sonderschau des Kunstforums Ostdeutsche Galerie

Die kurzfristig bis zum 25. März verlängerte und von vielen visuellen Elementen gekennzeichnete Ausstellung des tschechischen Künstlers Jakub Nepraš, „Invisible outer space. Videoskulpturen“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) war gleichsam ein Entrée für die bis zum 22. April laufende neue bzw. weitere Schau dieser Einrichtung: „Vom Feuermüller bis zur Leuchtstoffröhre. Glanzlichter der Grafischen Sammlung“. Als Kuratorin wirkt Dr. Nina Schleif, die Leiterin der Grafischen Sammlung des Kunstforums.

Markus Bauer (KK)

 

Besonders leuchtet vor blauem Hintergrund der „Feuermüller“ Karl Friedrich Moritz Müller: Kuratorin Dr. Nina Schleif erwärmt sich für eines seiner Werke
Bild: der Autor

Literatur und Kunst

Sonntag, 25. Februar 2018

„Silesius Alter“

„Fluchtburg“ für das Gedenken an Gerhart Pohl

Unter dem Motto „Gerhart Pohls ‚Fluchtburg‘ und ihre Gäste – Erinnerungen an Menschen und ihre Geschichte – Teil 3“ fand in Wolfshau (Wilcza Poreba), einem Ortsteil der Gemeinde Krummhübel (Karpacz) im Riesengebirge, die dritte Tagung des Vereins „Fluchtburg e. V.“ statt. Im Rahmen der Tagung wurde die polnische Übersetzung des Buches „Ein kleines Haus im Sturm der Zeit“ vorgestellt. Die vorgetragenen Referate bestätigten, dass die Person Gerhart Pohl, die Bedeutung seines Hauses in Wolfshau, liebevoll „Fluchtburg“ genannt, seine Verbindungen zu Widerstandsgruppen gegen Nazideutschland, aber auch zum sowjetischen Machtapparat, weiterer Forschungen bedürfen.

Johannes Rasim (KK)

 

Bei der Buchpräsentation in Wolfshau (von links): Pfarrer Edwin Pech (Evangelische Gemeinde in Krummhübel), Heike und Michael Schuster (Köthen)
Bild: Haus Schlesien

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