Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1390

In eigener Sache

Sonntag, 25. März 2018

Die Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa – OKR steht vor Entscheidungen, allerdings sind es nicht allein die ihren

Vorerst zum letzten Mal traf sich am 8. März 2018 der Kreis des Kuratoriums des OKR im Haus Schlesien in Heisterbacherrott. Es war kein Nostalgie-Treffen, sondern eine Begegnung des Nachdenkens und natürlich auch der Dankbarkeit für die langen Jahrzehnte, in denen der OKR bisher gewirkt hat. Das Leitthema der Gespräche war die Frage, wie der OKR unter geänderten und gewandelten Umständen weitermachen und wie der Zusammenhalt der vielen zum OKR gehörenden Persönlichkeiten, bei allen Widrigkeiten, aufrechterhalten und vielleicht sogar gefestigt werden kann.

(KK)

 

Aus den Zeiten, in denen der Titel noch stimmte, stammt dieser OKR-Sammelband mit Erzählungen (1982), Frucht eines der zahlreichen Wettbewerbe
Bilder: OKR

„Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht“

Sonntag, 25. März 2018

Die Blütenträume um Königsberg wollen kaum mehr reifen

Den aufschlussreichen, informativen Beitrag von Klaus Weigelt über den Umgang mit der Kulturgeschichte Königsbergs nach der Öffnung des Sperrgebiets Kaliningradskaja Oblast im Jahr 1991, „Gleichsam verwunschen, doch hilft kein Wünschen“ (KK-Ausgabe 1387), habe ich mit großem Interesse zur Kenntnis genommen. Im Rückblick auf ein Vierteljahrhundert zieht der Verfasser Bilanz über Initiativen zur Bewahrung des deutschen Kulturerbes der Stadt und des nördlichen Ostpreußen in Kooperation mit der heute dort lebenden Bevölkerung und den zuständigen lokalen Institutionen. Desgleichen wird deutlich, dass die vom Aufbruch in den 1990er Jahren geweckten Erwartungen einer intensiveren russisch-deutschen Zusammenarbeit in Bezug auf Königsberg sich nicht oder nur zu einem geringen Teil erfüllt haben. Aus eigener Erfahrung will ich hier dem von Klaus Weigelt skizzierten Bild einige Details hinzufügen.

Walter Engel (KK)

 

„Der Bann schien gebrochen.“ Als der Dom in stolzer Herrlichkeit wiedererstand, war sogar der Himmel über Königsberg blauer und die Wolken duftiger. Aber auch darüber muss man schon wieder in der Vergangenheitsform reden
Bild: Archiv

Je weniger sie sind, desto mehr müssen sie wissen

Sonntag, 25. März 2018

Tagung über Politik und Medien für Minderheiten

Im Februar 2018 fand das erste Mediaforum der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Berlin statt. Weitere sollen folgen, denn in einer sich stetig verändernden Medienlandschaft sei es für Minderheitenmedien immer schwieriger, sich zu behaupten, eine kontinuierliche strategische Unterstützung für sie sei demnach unerlässlich, so Loránt Vincze, Präsident der FUEN.

Das Mediaforum „Politik und Medien für die Minderheiten: Information, Netzwerk, Kommunikation“ zog viele Vertreter von Minderheiten aus dem In- und Ausland an.

Ingeborg Szöllösi (KK)

 

Wo finden wir Mehrheiten für Minderheiten? V. l. Hartmut Koschyk, Dr. Renate Harcke, Erhard Weimann, Anke Spoorendonk, Andreas Stopp
Bild: FUEN

Verpflichtung zur Freundschaft

Sonntag, 25. März 2018

Deutsch-tschechische Begegnung in Regensburg

In drei Sprachen – Tschechisch, Englisch und Deutsch – steht der Begriff „Begegnungen“ als Motto über der Veranstaltungsreihe: „Setkávání – Encounters – Begegnungen“. Getragen wird diese von Deutschen und Tschechen aus der Ackermann-Gemeinde in der Diözese Regensburg bzw. dem Bürgerverband Klattauer Katakomben sowie dem Akademischen Forum Albertus Magnus, Regensburg. Nun fand das zweite Symposium statt, das sich den tschechisch-deutschen Beziehungen von 1500 bis 1750 widmete.

Dass die Stadt Regensburg der Veranstaltung große Bedeutung beimisst, zeigte der Empfang von Kulturreferent Klemens Unger vor dem Symposium für die Organisatoren und Ehrengästen.

Markus Bauer (KK)

 

Trocken fröhlich: Bürgermeister Václav Chroust (links) überreichte an die Bischöfe Voderholzer und Holub, die auch Schirmherren des Symposiums waren, Regenschirme aus Klattau
Bild: der Autor

Verfasser wider die Menschlichkeit

Sonntag, 25. März 2018

Ilya Ehrenburg im Licht eines Buches von Joshua Rubenstein

Mit dem Namen Ehrenburg verbinden deutsche Vertriebene die schrecklichen Ereignisse beim Einmarsch der Roten Armee in Ostpreußen und die furchtbaren Erlebnisse der deutschen Zivilbevölkerung im Osten Deutschlands. Bei einem Vortrag im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus wurde vor kurzem behauptet, es sei nicht nachweisbar, dass Ilya Ehrenburg der Verfasser eines immer wieder zitierten Aufrufs zur Rache für die Verbrechen der Wehrmacht im Krieg gegen Russland gewesen sei. Das Original dieses Dokuments sei zudem nicht auffindbar.

Rüdiger Goldmann (KK)

 

Die Welt ist kein geordnetes Pfeifenregal. Ilya Ehrenburg vor seiner Schreibmaschine, deren Klappern zeitweilig mit dem Knattern der Kalaschnikows einhergegangen ist
Bild: Wikimedia Commons

Netter Zug

Sonntag, 25. März 2018

Modelleisenbahn im Schlesischen Museum zu Görlitz

Die bis Anfang September geöffnete Ausstellung „Achtung Zug! 175 Jahre Eisenbahn in Schlesien“ im Schlesischen Museum zu Görlitz wird mit wechselnden Sonderpräsentationen ergänzt. Bis zum 1. Mai ist die Dokumentation „Sonderzüge in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn“ zu besichtigen. In diesem Projekt setzte sich die Deutsche Bahn AG mit der Geschichte ihrer Vorläuferorganisation in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander.

Die Ausstellungstafeln informieren über die Entwicklung der Eisenbahn in Schlesien seit 1842. Die Dokumente zeigen, wie die Deutsche Reichsbahn in den nationalsozialistischen Staat und seine verbrecherischen Ziele eingebunden war. Das Schlesische Museum zu Görlitz hat die Dokumentation mit Informationen über das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Breslau und Görlitz ergänzt.

(KK)

 

Fast wie im richtigen Leben: Das Schlesische Museum zu Görlitz appelliert in seiner Eisenbahnausstellung an den kindlichen Spieltrieb und offenbar auch an einen nicht weniger kindlichen Sinn für Naturromantik
Bild: Dieter Göllner

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. März 2018

Ruheloser Geist und Ghostwriter

Leo Lania: Land im Zwielicht. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Michael Schwaiger. mandelbaum verlag, Wien 2017, 24,90 Euro

Michael Schwaiger: „Hinter der Fassade der Wirklichkeit“. Leben und Werk von Leo Lania. mandelbaum verlag, Wien 2017, 24,90 Euro

Leo Lania: Gewehre auf Reisen. Mit einem Vorwort von Kurt Tucholsky. mandelbaum verlag, Wien 2004, 19,90 Euro

Ulrich Schmidt (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. März 2018

„Tage schwerster Heimsuchung“

Maria Anna Zumholz / Michael Hirschfeld (Hrsg.): Zwischen Seelsorge und Politik. Katholische Bischöfe in der NS-Zeit. Verlag Aschendorff, Münster 2018, 817 S., 29,80 Euro

Zu Beginn der NS-Herrschaft wurde die Lage auch von der Kirche unterschiedlich eingeschätzt. „Hier standen sogenannte Brückenbauer wie Berning (Osnabrück), Kaller (Ermland), Faulhaber (München) und Gröber (Freiburg) klarsichtigen Bischöfen wie v. Preysing (Berlin) und v. Galen (Münster) gegenüber.”

Norbert Matern (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. März 2018

Es dämmert. Dämmert es uns?

Ivan Krastev: Europadämmerung. Ein Essay. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Suhrkamp Verlag, Berlin 2017; 144 Seiten, 14 Euro

Als EU-Ratspräsident Donald Tusk beim jüngsten EU-Gipfeltreffen im Dezember in Brüssel die Migrationspolitik Europas als spalterisch und ineffektiv bezeichnete, gab es seitens der 28 Staats- und Regierungschefs sofort Widerspruch.

Rudolf Herbert (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. März 2018

Goutieren und fotografieren

Geschmack des Lebens auf Schloss Fürstenstein: im Objektiv von Louis Hardouin, dem Küchenchef der Familie von Hochberg / Zamek Ksiaz Wałbrzychu. Beata Lejman (Bearb.). Atut, Wrocław 2017. 245 S.

Die Welt der Schönen und Reichen imponiert und findet Aufmerksamkeit. Das galt auch für Schlesien zu Zeiten, in denen die Welt noch in Ordnung schien. Aber war sie das eigentlich jemals?

Stephan Kaiser (KK)

 
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