Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1392

„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“

Freitag, 25. Mai 2018

Das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg zeichnet Lebenswege von jüdischen Palästina-Auswanderern aus Osteuropa nach

Anhaltende Konflikte mit seinen Nachbarstaaten und dem Iran sowie mit den arabisch-palästinensischen Flüchtlingen in Gaza überschatten die Jubiläumsfeierlichkeiten zur Staatsgründung Israels vor 70 Jahren. Dabei brachte der letzte Tag des Mandats Großbritanniens über Palästina, der 14. Mai 1948, für Juden in der ganzen Welt die Erfüllung eines lang gehegten Traumes: die Verwirklichung der Vision Theodor Herzls, eine sichere Heimstätte, einen eigenen jüdischen Staat zu schaffen.

Carsten Eichenberger (KK)

 

Je mehr man davon sieht, desto weniger kann man darüber sagen. Was ist überwältigender, die Ballung der Schönheiten und Denkwürdigkeiten oder jene der Widersprüche etwa in Jerusalem?
Bild: Wikimedia Commons

Böhmens brüchige Brücken

Freitag, 25. Mai 2018

Fast ein baugeschichtlicher Nekrolog

„Achtung, Putz fällt herab“, warnten zu kommunistischen Zeiten Tafeln an ungezählten Prager Häusern. Diese Tafeln braucht man zum Glück nicht mehr, dafür haben andere Hochkonjunktur: „Achtung, Bücke ist gesperrt“. Das ist eine historische Sünde: Tschechien wird fast zur Gänze von der Landmasse des „Bojischen Rumpfs“ ausgefüllt, von dem Gewässer kaum gebremst herabfließen.

Die Region wurde erst zu frühmittelalterlicher Zeit besiedelt, als auch der Brückenbau begann, der jetzt dramatisch „abbaut“. Die Direktion für Straßen und Autobahnen (RSD) klassifiziert den Zustand von Brücken in sieben Kategorien und weist von insgesamt 17 618 Brücken und Stegen im Land 29 Prozent als „zufriedenstellend“ aus, 30 Prozent als „schlecht“, „sehr schlecht“ oder „katastrophal“, also mit „Tragfähigkeit nahe Null“. In letztere Kategorie fallen in ganz Tschechien 96 Brücken, die meisten in Mähren.

Wolf Oschlies (KK)

 

So golden wie die Goldene Stadt ist der Stand ihrer Brücken nicht. Bei Bertolt Brecht galt es als Zeichen der Vergänglichkeit, aber auch des Wandels: „Am Grunde der Moldau wandern die Steine“. Mittlerweile muss man um jene über der Moldau bangen
Bild: Archiv

Am angestammten Ort

Freitag, 25. Mai 2018

Stammzellen-Symposium in Königsberg, russisch und deutsch

Königsberg, das heutige Kaliningrad, war in diesen Tagen Schauplatz eines herausragenden wissenschaftlichen Symposiums. Hämatologen, Immunologen und Onkologen aus Russland, Deutschland und der Schweiz versammelten sich in der Baltisch Föderalen Immanuel Kant Universität zu einem Internationalen Stammzellensymposium. Anlass war die bahnbrechende Entdeckung des Königsberger Pathologen Ernst Neumann (1834–1918), die bis heute grundlegend ist für die aktuelle Stammzellenforschung und Krebstherapie. Neumann hat vor 150 Jahren entdeckt, dass die Blutbildung im Knochenmark des Menschen stattfindet. Ein weiterer bedeutender Hämatologe „der ersten Stunde“ war der Sankt Petersburger Alexander Maximow (1874–1928).

Eberhard Neumann-R. von Meding (KK)

 

AKlaus Weigelt, Präsident der Stiftung Königsberg, zwischen Professor Dr. Dirk Hagen (hinter ihm links der deutsche Generalkonsul in Kaliningrad Dr. Michael Banzhaf) und Dr. Eberhard Neumann von Meding, zwei Nachkommen Königsberger Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts
Bild: Stiftung Königsberg

„Böhmische Brüder“ hat es gegeben

Freitag, 25. Mai 2018

Nun gibt es böhmische Brüderlichkeit: Sudetendeutscher Tag

Vertreter der Landsmannschaft, Freunde und Förderer aus der deutschen Politik, Wirtschaft und Kultur sowie viele tschechische und internationale Gäste nahmen am 69. Sudetendeutschen Tag in Augsburg teil. Es ging diesmal vor allem um Verständigungsprojekte und die Erneuerung beziehungsweise die Weiterentwicklung der gemeinsamen Kultur.

Die traditionelle Begegnung vom Pfingstwochenende fand zum ersten Mal im Beisein des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder statt. Der diesjährige Sudetendeutsche Tag lief unter dem Motto „Kultur und Heimat – Fundamente des Friedens“.

Dieter Göllner (KK)

 

Der Tanz ist nicht modern wie die Architektur im Hintergrund, zeitgemäß aber ist diese wie jener, wenn man nur ganz dabei ist, wie die Beteiligten es beim Sudetendeutschen Tag 2017 offensichtlich waren
Bild: der Autor

Schlesiens Freundlichkeit in Person

Freitag, 25. Mai 2018

Friedrich-Wilhelm Preuß bringt sie unter die Leute

Recherchiert man über schlesische Mundartdichter und Tanzgruppen, sucht man nach Kulturkundlichem zu den Riesengebirgsorten, so ist es kaum möglich, an dem Namen Friedrich-Wilhelm Preuß vorbeizukommen. Der engagierte und vielseitig tätige Schlesienkenner erweckt Sympathie schon beim ersten Treffen. Irgendwie scheint er viel Gemeinsames mit dem berühmten Rübezahl zu haben, der Newcomern und Vertrauten aus der wissenschaftlichen Welt gerne Hilfe bietet. Gutherzig und unheimlich belesen.

Izabela Taraszczuk (KK)

 

Seine Augen glänzen, wenn man von Schlesien spricht: Friedrich-Wilhelm Preuß
Bild: die Autorin

Ihm ging es ums Amt, nicht um dessen Inhabe

Freitag, 25. Mai 2018

Ausstellung zu Hans von Held in Schloss Caputh

Die Verfolgung und Inhaftierung von Journalisten und Publizisten aufgrund kritischer Berichterstattung ist in vielen Ländern der Welt auch heute ein hochaktuelles Thema. An diese Problematik wird jährlich am 3. Mai mit dem Tag der Pressefreiheit erinnert.

(KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2018

Böhme war er nicht, in Böhmen schon

Über Goethe und Böhmen wurde viel geschrieben, seine Aufenthalte in Karlsbad, Marienbad oder Teplitz und die dortigen Begegnungen wurden weit bekannt. Prag jedoch hat er nie besucht, trotz mehrfacher Einladung. Bei Franz Kafka sind die in Böhmen besuchten Orte nie in den Vordergrund gehoben worden.

Rüdiger Goldmann (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2018

Ansichtskarten in zwiefacher Hinsicht

Historische Ansichtskarten von Städten des ehemaligen deutschen Ostens sind seit der Wende von 1989 allenthalben in Polen publiziert worden. Warum sollten wir uns darum einer Neuerscheinung zuwenden, die 2017 in Breslau erschien? Es sind einige generelle und einige besondere Aspekte, die dieses Buch auszeichnen und somit darüber hinausweisen. Das Werk ist in einer deutschen und einer polnischen Fassung erhältlich.

Stephan Kaiser (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2018

Eingemachtes aus Königsberg

In einem Münchener Altenheim reifte der Entschluss des Journalisten und Therapeuten Ulrich Trebbin, sich in einem Roman der ostpreußischen Heimat und der Vergangenheit seiner Familie zu nähern. Das Bild eines jungen Soldaten auf dem Sekretär seiner Großmutter Ella faszinierte ihn.

Norbert Matern (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2018

So mythisch wie polnisch

Wenn wir heute von politischen Mythen sprechen, meinen wir reale und imaginäre Ereignisse, Orte, Persönlichkeiten, aber auch gesellschaftliche Einstellungen, Gesten und Haltungen, die einen festen Platz in einer Gemeinschaft erworben haben und diese oft bis heute prägen.

(KK)

 
  Seite 1 von 2 Nächste Seite »