Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1394

Der Schlesier ist ein Kaleidoskop

Mittwoch, 25. Juli 2018

Kleine Einführung in seine Farben- und Figurenlehre

Goethe geht immer. Deshalb ist die Äußerung, dass er sich „nun in diesem zehnfach interessanten Lande [aufhalte und] schon manchen Theil des Gebirgs und der Ebene durchstrichen [habe], und finde, daß es ein sonderbar schönes, sinnliches und begreifliches Ganzes macht“, auch ein immer wieder gerne zitierter Ausschnitt aus dem Bericht über seine Schlesienreise.

Silke Findeisen (KK)

 

Wenn es rund läuft, geht’s richtig rund, das ist nicht nur in Schlesien und im Haus Schlesien so, und nicht nur zum Sommerfest: Vielfalt und Bewegung im Volkstümlichen ebenso wie …
Bilder: Haus Schlesien

Schlesische Präsenzen quer durch die Republik

Mittwoch, 25. Juli 2018

Aktivitäten der einschlägig tätigen Museen

Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen

Zwei Sonderausstellungen sind im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen zu besichtigen. In der Präsentation „Schaukelpferd und Zinnsoldaten“ wird anhand von Kleidungsstücken, Spielzeug, Fotografien, Zeugnissen, Schulbüchern und Tagebüchern ein facettenreiches Panorama des bewegten 19. und 20. Jahrhunderts dargestellt.

(KK)

 

Treppauf, treppab in der Vergangenheit und Gegenwart einer Kulturlandschaft: Agnieszka Bormann ist die neue Kulturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitz
Bild: Dieter Göllner

Der Orient als Unternehmung und Unternehmen

Mittwoch, 25. Juli 2018

Rudolf Franz Lehnert vom Fuß der Schneekoppe hat seiner Wahlheimat Tunesien ein fotografisches Denkmal gesetzt

Einer der wichtigsten Orte für internationale Bücher in der ägyptischen Hauptstadt Kairo wurde bis zuletzt einfach nur „deutsche Buchhandlung“ genannt. Unscheinbar hinter Glasfenstern in Downtown Kairo gelegen, bestand seit fast einhundert Jahren die wegen ihrer exzellenten Auswahl an Büchern, Landkarten und Magazinen in arabischer, deutscher, englischer und französischer Sprache bekannte „Buchhandlung Lehnert & Landrock“. Ihre wirklichen Schätze aber waren Fotografien – einmalige Aufnahmen von Menschen und Landschaften in Ägypten, Tunesien, Algerien und Palästina, die ein Entdecker und Orientreisender aus dem Riesengebirge vor einem Jahrhundert auf Glasplatten bannte.

Carsten Eichenberger (KK)

 

Tunesisches Mädchen: Die Schönheit liegt nicht nur im Auge des Betrachters
Bilderf. Wikimedia Commons

Schleichendes Drama

Mittwoch, 25. Juli 2018

Ein Bild des Barockmalers Carlo de Prevo, angeblich Darstellung eines jüdischen Ritualmordes, im polnischen Sandomir entfaltet Suggestivkraft

Die polnische Stadt Sandomir (Sandomierz) ist für ihre Hexenpogrome und -verfolgungen sowie deren Sabbate bekannt. In der dortigen Kathedrale, die dieses Jahr ihr 200-jähriges Jubiläum feiert, hängt ein Gemälde Carlo de Prevos, das einen angeblichen jüdischen Ritualmord an christlichen Kindern darstellt. Bilder haben große Kraft. Und es gibt Bilder, die die Weltanschauung prägen.

Arkadiusz Łuba (KK)

 

Darf als Kunst durchgehen, was mit so viel Entsetzen einhergeht? Helfen kann da nur Aufklärung und Vernunft, leider immer noch keine Selbstverständlichkeit: Carlo de Prevo, „Infanticidia“ (dt. „Kindermörder“), Kathedrale in Sandomir
Bild: der Autor

Ein Staat ward erfunden

Mittwoch, 25. Juli 2018

100 Jahre Tschechoslowakei – Entstehung und Geschichte aus sudetendeutscher Sicht

In diesem Jahr können Tschechen wie Sudetendeutsche auf die Ausrufung und Gründung eines neuen Staates in Mitteleuropa zurückblicken. Als Datum dieser Staatsgründung gilt der 28. Oktober 1918, als ein tschechoslowakischer Nationalausschuss in Prag die Macht übernahm. Am 29. Oktober 1918 proklamierten deutsche Abgeordnete aus den böhmischen Ländern „Deutschböhmen“ als Teil eines künftigen deutsch-österreichischen Staates, der sich an das Deutsche Reich anschließen wollte.

Rüdiger Goldmann (KK)

 

Wer wird immer gleich an Kafka denken? Das Schloss scheint nur unwirklich: Karlsbad, aufgenommen von Zdenek Halámek
Bilder: KünstlerGilde Esslingen

Heimat feiern

Mittwoch, 25. Juli 2018

Ostpreußen, Pommern und Schlesier auf dem Plateau vor Schloss Burg

Diesmal war das Wetter auf der Seite der Veranstalter. Bei schönstem Sonnenschein konnten die zahlreich erschienenen Ostpreußen, Pommern und Schlesier auf dem Plateau vor Schloss Burg bei Solingen ein gelungenes Heimatfest feiern. Zum Gelingen des Treffens trugen auch das Platzkonzert mit dem Oberschlesischen Blasorchester Ratingen und der schwungvolle Auftritt der Tanzgruppe Danzdeel Salzkotten bei.

D. G. (KK)

 

Jung waren sie einst daheim, aber Heimat feiern wollen sie jetzt hier, die verlorene ebenso wie die gefundene, und dafür ist ihnen kein Weg zu weit und kein Sommer zu heiß
Bilder: Dieter Göllner

„Die Reise nach Tilsit“ nach Hermann Sudermann in Elmshorn

Mittwoch, 25. Juli 2018

Am 24. August 2018 feiert das Stück „Die Reise nach Tilsit“ Premiere an der Dittchenbühne – die Theaterfassung einer Erzählung des ostpreußischen Schriftstellers Hermann Sudermann.

(KK)
 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Juli 2018

Klartext gegen das Raunen

Horst Samson und Anton Sterbling (Hrsg.): „Die Sprache, die auf das Nichts folgt, die kennen wir nicht“. Sätze und Texte für Richard Wagner. Pop Verlag, Ludwigsburg 2018; 317 Seiten, 23 Euro

Mit dem Satz : „In einer am Rande des Sprachraums gelegenen Region bist Du, lieber Richard, als Leader der Aktionsgruppe gestartet und inzwischen in der Mitte des literarischen Geschehens fest verankert“, gratulierte Albert Bohn im vergangenen Jahr dem Schriftsteller und streitbaren Publizisten Richard Wagner zu dessen 65. Geburtstag. Die Glückwünsche Dutzender Freunde und Bekannter, die zunächst in der vom Münchener Institut für Kultur und Geschichte Südosteuropas herausgegebenen Zeitschrift „Spiegelungen“ erschienen, finden sich in dem vom Pop Verlag Ludwigsburg veröffentlichten Buch „Die Sprache, die auf das Nichts folgt, die kennen wir nicht“ wieder.

Rudolf Herbert (KK)
 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Juli 2018

„… viel Weizen und noch mehr Unkraut“

Christian Heidrich: Wo bitte geht’s nach Königsberg – eine Wanderung von West nach Ost, EOS Verlag, St. Ottilien 2017, 395 S., 19,95 Euro

Christian Heidrich, der auch Polnisch sprechende Oberschlesier und promovierte Theologe, Gymnasiallehrer für katholischen Religionsunterricht am Leibniz-Gymnasium in Östringen und regelmäßige Autor von „Christ in der Gegenwart“, lässt sich im Kölner Dom den Reisesegen geben. Dann geht er während eines Sabbatjahres nach 13 Jahren im Schuldienst Ende Juli 2014 zu Fuß von Köln nach Königsberg/Kaliningrad und schreibt darüber ein originelles Buch.

Norbert Matern (KK)
 

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Mittwoch, 25. Juli 2018

„Heimat ist der Ort, wo man sich am fremdesten fühlt“

Eginald Schlattner: Wasserzeichen. Pop Verlag, Ludwigsburg 2018, 628 Seiten, 29 Euro

„Mir wurde der Atem knapp, nicht so sehr wegen des Steigens, vielmehr weil ich mich immer mehr im Dickicht der Familienlandschaft verfing.“ Ob dem Schriftsteller beim Erinnern streckenweise auch der Atem wegblieb? – Das „Familiendickicht“, das er vorführt, erweist sich als harmlos gegenüber den zeitgeschichtlichen Verstrickungen, in die er selbst gerät. Doch für alle Akteure gibt es „ein Später. So oder anders. Selbst für mich.“

Ingeborg Szöllösi (KK)
 

 

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