Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1395

Als aus dem Frühling Winter wurde

Samstag, 25. August 2018

Die kommunistische Invasion in der Tschechoslowakei vor 50 Jahren

Auf weniges reagieren die gemütlichen Tschechen so ungemütlich wie auf die „osmicková výroci“, die Achter-Jahreszahlen, also jene Geschichtsdaten, die auf Acht enden und nationale Sprengkraft entfalten: 1918 – Entstehung der multiethnischen Tschechoslowakei samt explosivem Völkergemisch, 1938 – „Münchner Abkommen“, wo Hitler Grenzverschiebungen erzwang, 1948 – kommunistischer „Putsch von Prag“ mit Machtwechsel zu Stalin, 1968 – Überfall des Warschauer Pakts auf die Tschechoslowakei, die ihren reformkommunistischen „Prager Frühling“ erlebte.

Geschworene Reformfeinde waren die Altstalinisten Vasil Bil’ak, Drahomir Kolder, Alois Indra, Oldrich Svestka und Antonin Kapek, die am 3. August 1968 Leonid Breschnew und die sowjetische Politführung mit einem „Bittbrief“ aufforderten, „uns wirksame Unterstützung und Hilfe mit allen Mitteln zu erweisen.

Wolf Oschlies (KK)

 

Wüßte man nicht, wie es weiterging, vermöchte man vielleicht gar nichts wahrzunehmen von dem „gräßlichen Fatalismus der Geschichte“, wie er sich hier abzeichnet. Einstweilen steht allen Beteiligten lediglich Befremden ins Gesicht geschrieben
Bilder: Wikimedia Commons

Die DDR wollte alternativlos bleiben

Samstag, 25. August 2018

Schmerzlich erlebte das Rudolf Bahro, der Autor der „Alternative“

Der 1989/90 untergegangene SED-Staat hatte merkwürdige Gesetze: Wurden politische Straftaten von 1949 bis 1958 nach Artikel 6 der DDR-Verfassung verfolgt, so wurde bei Rudolf Bahro schon das Strafrechtsergänzungsgesetz vom 1. Februar 1958 angewandt. Dieses Gesetz war erarbeitet worden, um jegliche Opposition gegen die Diktatur zu kriminalisieren. Der Paragraf 15, „Sammlung von Nachrichten“, der in dem Verfahren gegen den SED-Wirtschaftsfunktionär beigezogen wurde, sah eine Höchststrafe von zehn Jahren vor.

Jörg Bernhard Bilke (KK)

 

Einer, dem man anmerkt, dass er an die Vernunft glaubt, auch wider besseres Wissen: Rudolf Bahro
Bild: Wikimedia Commons

Facetten eines „Grenzlandkatholizismus“

Samstag, 25. August 2018

Tagung zu Staat und Kirche im Osten nach dem Ersten Weltkrieg

Die Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren nahm das Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa e. V. (IKKDOS) zum Anlass, die diesjährige, inzwischen 55. Arbeitstagung in dessen Kontext zu stellen. „Neuordnung der Staaten – Neuordnung der Seelsorge. Staat und katholische Kirche in Ostmitteleuropa nach dem Ersten Weltkrieg: Deutsches Reich – Polen – Tschechoslowakei“ lautete das Thema der Tagung.

Markus Bauer (KK)

 

Es musste vom Krieg geredet werden, allerdings freundlich und friedlich: die Tagungsteilnehmer im Dominikanerkloster Leipzig
Bild: der Autor

Motorrad mit Aura

Samstag, 25. Augsut 2018

Die „Böhmerland“ der Sudetendeutschen Stiftung und des künftigen Museums wird zu einem der 100 bayerischen „Heimatschätze“ erklärt

Welche Schätze schlummern in Bayerns nichtstaatlichen Museen? Auf diese Frage wollten das Bayerische Staatministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eine schlüssige Antwort suchen. So wurde gemeinsam mit der Landesstelle für nichtstaatliche Museen und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege der Wettbewerb „100 Heimatschätze“ ausgeschrieben.

Ortfried Kotzian (KK)

 

Angedockt an das Sudetendeutsche Haus in der Münchner Hochstraße wird im nächsten Jahr das Sudetendeutsche Museum eröffnet
Bild: Sudetendeutsche Stiftung

Auch Fremdheit ist erblich

Samstag, 25. August 2018

Seminar im Haus Schlesien

Mit dem Seminar „Oma kommt aus Schlesien“ wollen die Veranstalter die Enkelgeneration der Vertriebenen zu Wort kommen lassen. Wie die Kooperationspartner Nicola Remig, Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums im Haus Schlesien, und Dr. Vasco Kretschmann, Kulturreferent für Oberschlesien, ausführen, richtet sich das zweitägige Seminar unter dem Motto „Oma kommt aus Schlesien – Die Erinnerungen der zweiten Generation“ am 13. und 14. Oktober 2018 im Haus Schlesien an alle Interessierten, aber vorrangig an Kinder und Enkel von Vertriebenen.

Dieter Göllner (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. August 2018

Zum Gedenken an Johnny Klein

Preis für deutsch-tschechische Verständigung

Aus Anlass des 85. Geburtstages und 20. Todestages des früheren Bundesministers, Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages und Regierungssprechers Hans „Johnny“ Klein haben die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, die Sudetendeutsche Stiftung und der Verein für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) in Kooperation mit der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik e. V., dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), der Stadt Schönberg (Mährisch) – tschechisch Šumperk – und dem Begegnungszentrum Mährisch Schönberg 2016 zum ersten Mal den „Johnny Klein-Preis für die deutsch-tschechische Verständigung“ vergeben.

(KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. August 2018

„Bemerkenswert unsicher“

Peter Börner zum deutschen Nationalgefühl

Die Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V., gibt in unregelmäßigen Abständen eigene Broschüren zu Themen heraus, die – nicht nur – die Vertriebenen interessieren. Zu den jüngsten Publikationen gehört der Titel „Die Deutschen und ihr Nationalgefühl – Eine historische Entdeckungsreise“ von Klaus-Peter Börner.

D. G. (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. August 2018

Gebrannter Zierat

Ausstellung zur Backsteinarchitektur

Hinrich Brunsberg (um 1350 bis nach 1428) ist neben den Parlern einer der bedeutendsten und auf dem Gebiet der Backsteinarchitektur einer der wenigen namentlich bekannten mittelalterlichen Baumeister im südlichen Ostseeraum.

(KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. August 2018

Bernsteingespinst

Sabrina Janesch hat unter anderem mit einer Lesung im Westpreußischen Landesmuseum ihre beiden Romane über die deutsch-polnische Vergangenheit vorgestellt und dabei auch bei Vertretern und Nachkommen der „Erlebnisgeneration“ Beifall gefunden.

Barbara Kämpfert (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Samstag, 25. August 2018

Schreibende Anteilnahme

Stipendium des Deutschen Kulturforums ö. E.

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa schreibt in Zusammenarbeit mit der Stadt Allenstein/Olsztyn und der Stiftung Borussia ein von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotiertes Stipendium eines Stadtschreibers/einer Stadtschreiberin in Allenstein/Olsztyn (Polen) aus.

(KK)

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