Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgabe 1398

Zwischenruf

Sonntag, 25. November 2018

Der 11. November, Tag des Gedenkens, nicht ohne Bedenken

Das Ende des Ersten Weltkriegs liegt 100 Jahre zurück. Die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts endete am 11. November 1918. Seitdem begehen unsere französischen Nachbarn jährlich den „Armistice“, den Tag des Waffenstillstands. In jedem Dorf steht, oft beim Rathaus, der Mairie, ein Kriegerdenkmal, an dem sich an diesem Tage die Bevölkerung versammelt, um der gefallenen Bewohner – Väter, Söhne, Brüder – zu gedenken.

Zwischen Deutschland und Frankreich gibt es inzwischen über 2000 Städtepartnerschaften.

Klaus Weigelt (KK)

 

In der Geometrie des Todes ist der Lebende verloren. Er muss sich selbst wiederfinden: Kriegsgräber
(Ossuaire de Douaumont)
Bild: Wikimedia Commons

Die Urgewalt der „Urkatastrophe“

Sonntag, 25. November 2018

Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen spürt dem Weltkrieg nach

Zusammen mit der Studiengruppe Politik und Völkerrecht hat sich die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen zum Ziel gesetzt, dieses Ereignis – das als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ betrachtet wird – einer umfangreichen Würdigung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu unterziehen. Die wissenschaftliche Leitung der Fachtagungs-Trilogie übernahm Professor Dr. Dr. h. c. mult. Gilbert H. Gornig von der Philipps-Universität Marburg.

Der erste Teil der Veranstaltung fand im Jahr 2016 statt und widmete sich insbesondere Deutschland und den Folgen des Versailler Friedensvertrags für den deutschen Kaiser, für das Territorium des Deutschen Reiches und für die in den verlorenen Gebieten lebenden Deutschen.

Dieter Göllner (KK)

 

„Kulturlandschaft“ der besonderen Art, wie nur der Mensch sie „gestalten“ kann: Granattrichter ergeben eine besondere Dünung, und man stellt fest, wie finster selbst besonntes Grün sein kann
Bild: Wikimedia

Was blühte im Prager Frühling?

Sonntag, 25. November 2018

Gar manches, den Kirchen jedoch nicht nur Gutes – daran arbeitet sich auch die Ackermann-Gemeinde ab

Eines der vielen Gedenken in diesem Jahr gilt dem „Prager Frühling“. Auch die Ackermann-Gemeinde der Diözesane Würzburg erinnerte in Kooperation mit der Domschule Würzburg an dieses Ereignis. „Panzer gegen Freiheit und Demokratie – der Prager Frühling vor 50 Jahren. Auslöser damals – Folgen für heute“ lautete das Thema des von 60 Teilnehmern besuchten Symposiums im Würzburger Burkardushaus. In die damaligen Zeitumstände ordnete Moderator Matthias Dörr, Bundesgeschäftsführer der Ackermann-Gemeinde, in seiner Einführung die Vorgänge ein, wobei auch ein Blick auf die Kirchen gerichtet werden sollte.

Markus Bauer (KK)

 

Die Referenten: in der ersten Reihe der Prager Weihbischof Václav Malý, Bambergs Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Dr. Otfried Pustejovsky, AG-Diözesanvorsitzender Hans-Peter Dörr, in der zweiten Reihe Monsignore Anton Otte
Bild: der Autor

Zur Feier – auch der Sachlichkeit

Sonntag, 25. November 2018

Michael Wolffsohn mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis geehrt

Der Historiker und Publizist Professor Dr. Michael Wolffsohn wurde am dritten Oktobersonntag in der Frankfurter Paulskirche mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis geehrt. Im Rahmen der Feierstunde wurde die Ausstellung „In Lagern – Schicksale deutscher Zivilisten im östlichen Europa 1941–1955“ eröffnet.

Der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis wird seit 2003 alle zwei Jahre an Personen oder Initiativen verliehen, die durch ihr Handeln das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Menschenrechtsverletzungen durch Völkermord, Vertreibung oder die bewusste Zerstörung nationaler, ethnischer oder religiöser Gruppen schärfen. Vergeben wird die Auszeichnung von der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ des Bundes der Vertriebenen.

Johannes Rasim (KK)

 

Bei der Preisverleihung v.l.n.r.: Vorsitzender der Stiftung Dr. Christean Wagner, Ministerpräsident Volker Bouffier, Prof. Michael Wolffsohn, Bürgermeister und Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main Uwe Becker, Laudator Prof. Andreas Rödder (Mainz)
Bild: der Autor

Aus dem Schatzkästchen geplaudert

Sonntag, 25. November 2018

Michael Pietsch über Haus Schlesien

Der im Oktober 1978 vom Verein Haus Schlesien erworbene Fronhof in Königswinter-Heisterbacherrott hat eine bewegte, teils urkundlich belegte Geschichte seit Anfang des 12. Jahrhunderts. Heute ist die Kultur- und Bildungsstätte ein schlesisches Kleinod mit grenzüberschreitender Anerkennung. Professor Dr. Michael Pietsch, Präsident des Vereins Haus Schlesien, gewährte Dieter Göllner folgendes Interview.

 

Michael Pietsch
Bild: Dieter Göllner

Name mit silbernem Klang

Sonntag, 25. November 2018

Dauerleihgabe der Familie Lemor an das Schlesische Museum zu Görlitz

Vor kurzem erhielt Dr. Rainer Lemor aus Kiel eine Auszeichnung als verdienter Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz. Der Direktor des Hauses, Dr. Markus Bauer, verwies in seiner Laudatio auf den hohen Bekanntheitsgrad der Silberwarenfabrik Julius Lemor, die als eine der ältesten und angesehensten Firmen im alten Breslau galt.

(KK)

 

Leuchtender Leuchter
Bild: Museum

„Normalität als Inkognito der Versöhnung“

Sonntag, 25. November 2018

Dieses Wort von Paul Ricœur wurde zum Monitum einer Konferenz zu einem Jahrhundert deutscher Polenpolitik

„Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik (1918–2018): Tradition. Zivilisationsbruch. Verständigung. Partnerschaft“ – eine Konferenz nahm das hundertjährige Jubiläum der Unabhängigkeit Polens Mitte November zum Anlass, der polnisch-deutschen Geschichte zu gedenken und sie zu würdigen. Das Deutsche Polen-Institut und das Auswärtige Amt waren die Organisatoren.

Am 18. November 1918 bestätigte der Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrates Groß-Berlin Harry Graf Kessler als ersten deutschen Gesandten in der wiederentstandenen Republik Polen – und als ersten ausländischen diplomatischen Vertreter überhaupt.

Arkadiusz Łuba (KK)

 

Große Bühne für eine kleine Runde, die die Konferenz – vor der Weltkarte –
beschloss
Bild: der Autor

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. November 2018

Oligarchen im Preußenland

Die Herren von der Groeben

In Ergänzung zu der aktuellen Kabinettausstellung „Die Herren und Grafen von der Groeben – Ein Adelsgeschlecht in Ostpreußen“ erschien nun im Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen ein 36-seitiges Begleitheft, das mit zahlreichen mehrfarbigen historischen Bildern und Grafiken die Geschichte der Familie über Jahrhunderte beleuchtet.

M. Fritsche (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. November 2018

Nachhilfe zur Rerformation

Das Lutherjahr 2017 war geprägt von einer breiten öffentlichen Reflexion über das Reformationsgeschehen vor 500 Jahren und seine Folgen bis auf den heutigen Tag.

(KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Sonntag, 25. November 2018

Nachhilfe zu den Russlanddeutschen

Im Wahljahr 2017, in dem wohl kaum eine Woche verging, ohne dass ein kritischer Artikel in einer der überregionalen deutschen Zeitungen zum Thema „Russlanddeutsche“ erschienen wäre, vermisste man nicht nur eine ausgewogene, vorurteilsfreie und gründlich recherchierte Berichterstattung, sondern leider auch Artikel, die sich halbwegs ausführlich mit der kulturellen Bedeutung der Deutschen aus Russland im Allgemeinen befasst hätten oder gar mit ihrer Literatur.

(KK)

 
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