Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Jahrg. 2015

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Dezember 2015

„Orte der Reformation“

Königsberg und das Herzogtum Preußen

In der Reihe „Orte der Reformation“ ist ein Heft erschienen, das sich dem Thema „Königsberg und das Herzogtum Preußen“ widmet. Die 92 Seiten starke Publikation mit über 80 Abbildungen ist von der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig veröffentlicht worden. Die Herausgeber – Pfarrer i. R. Lorenz Grimoni, Leiter des Museums Stadt Königsberg in Duisburg, und Dr. Andreas Lindner, Theologe am Martin-Luther-Institut der Universität Erfurt – stellen in dieser 18. Ausgabe der Reihe einmal mehr ihre hohe Fachkompetenz unter Beweis.

Dieter Göllner (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Dezember 2015

Baltikum, geballt

Studenten-Seminar in Libau/Liepaja

Mit großer Freude begrüßten uns die Leitung der Universität in Libau/Liepaja, 30 lettische Studenten und etwa zehn interessierte Gäste zu unserem 13. Baltischen Studenten-Seminar. Wie in den vergangenen Jahren begann Dr. Tilmann Plath (Universität Greifswald) die Tagung mit einer Einführung in die baltische Geschichte, die im 12. Jahrhundert mit der Christianisierung begann. Ruta Brusbarde ging mehr in die Tiefe, indem sie mit Altlivland begann und die Zeit des Mittelalters bis etwa 1561 behandelte. Im dritten Vortrag befasste sich Dr. Manfred von Boetticher mit der Hanse und dem deutschen Anteil an ihr. Durch die Hanse wurde Lettland stark mit dem Westen Europas verbunden und profitierte wirtschaftlich sehr stark. Besonders Riga erblühte durch den verschiedenartigen Handel mit der Hanse.

Babette von Sass (KK)

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Dezember 2015

Satire als Instrument der Humanität

Erich Pawlu erhielt den Gryphius-Preis

Der Schriftsteller und Publizist Erich Pawlu ist in Düsseldorf mit dem renommierten Andreas-Gryphius-Preis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Damit steht der Dillinger Buchautor und Satiriker in einer Reihe mit Schriftstellern wie Siegfried Lenz, Wolfgang Koeppen, Otfried Preußler, Peter Härtling und Walter Kempowski.

(KK)

Literatur und Kunst

Freitag, 25. Dezember 2015

Von der Weigerung, Opfer zu sein

Ephraim Kishon wird im „Großen Sendesaal des Hauses der Heimat“ in Stuttgart so gefeiert, wie es ihm gefallen hätte

Der „Blaumilchkanal“, die „beste Ehefrau von allen“ und ein „Humorcomputer“ sind Begriffe, die sich mit seinem Namen untrennbar verbinden, mit Ephraim Kishon, dem bedeutendsten israelischen Schriftsteller seiner Zeit. Seine etwa 700 Bücher, übersetzt in 37 Sprachen mit einer Auflage von insgesamt 43 Millionen – davon 33 Millionen in deutscher Sprache – haben ihn weltweit als Satiriker und Protagonisten des „typisch jüdischen Humors“ bekannt und beliebt gemacht. Im Rahmen der alljährlich im November in Stuttgart stattfindenden Jüdischen Kulturwochen wurde in einer musikalisch-szenischen Revue mit Lesungen aus seinen Werken im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg an ihn erinnert.

Ute Flögel (KK)

s24

Was soll man da sagen?, fragt einer, der stets etwas zu sagen wusste: Ephraim Kishon
Bild: Wikimedia Commons

Literatur und Kunst

Freitag, 25. Dezember 2015

Der über die eigene Totenmaske schrieb

Ernst Wiechert offenbart sich als eminent trauriger Wortführer des Wortes – wider die Macht

Es gehört zu den Traditionen der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft (IEWG), die 2014 auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken konnte, bei ihren Tagungen einen sonntäglichen christlich-jüdischen Gottesdienst abzuhalten. Bei der 13. Wissenschaftlichen Tagung 2015 übernahm der evangelische Theologe Dr. Reinhold Ahr diese Aufgabe; den alttestamentarischen Part trug wie immer Dieter Heinze vor. Es war ein Text aus dem 22. Kapitel des Buches des Propheten Jesaja.

Bärbel Beutner (KK)

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Unter dem milden Lächeln des Schriftstellers die kundigen Sachwalter seines Erbes: Mitglieder der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft
Bild: die Autorin

Literatur und Kunst

Freitag, 25. Dezember 2015

Anschreiben gegen die stalinogene Unwissenheit

Karl-Heinz Jakobs ist gestorben

Sein größter Erfolg, der ihn innerhalb der DDR-Grenzen berühmt machte und ihm hohe Auflagen verschaffte, war sein erster Roman „Beschreibung eines Sommers“, erschienen im Jahr des Mauerbaus 1961 und schon 1962 verfilmt mit Manfred Krug und Christel Bodenstein in den Hauptrollen. Erzählt wird eine Liebesgeschichte im ungewöhnlich heißen Sommer 1959 auf einer Großbaustelle, die an der Politik scheitert. Wenn man so will, kann man diesen Roman, neben Brigitte Reimanns Erzählung „Ankunft im Alltag“ (1961), als erstes Buch einer eigenständigen DDR-Literatur bezeichnen, weil dort die neuen Verhältnisse grundsätzlich bejaht und zugleich kritisiert werden.

Jörg Bernhard Bilke (KK)

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Besonnt oder gar sonnig war sein Leben nur im eigentlichen Sinn, die Schatten der DDR reichten bis ins Rheinland: Karl-Heinz Jakobs
Bild: Franz Peter Tschauner, Wikimedia Commons

Literatur und Kunst

Freitag, 25. Dezember 2015

Wer forschet, der findet

Glückliches Ende einer Kunst-Odyssee

Am 17. November wurde ein kriegsbedingt verlagertes Gemälde von Anton Graff (1736–1831), das sich bisher im Besitz der Städtischen Galerie Dresden befand, an die Kunstsammlung der Berliner Akademie der Künste zurückgegeben. Die feierliche Übergabe fand im Rahmen des Symposiums „10 Jahre Deutsch-Russischer Museumsdialog“ statt.

Das wertvolle Gemälde wurde von Gisbert Porstmann, dem Direktor der Museen der Stadt Dresden, an Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel überreicht. Es zeigt den Schauspieler Johann Friedrich Reinecke (1745–1787), der für seine Rollen in Shakespeares Komödien gefeiert wurde. Mit der Rückgabe wird eine wichtige Lücke im Kunstbesitz der Akademie der Künste geschlossen.

(KK)

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Das kostbare Porträt des Schauspielers Johann Friedrich Reinecke von Anton Graff aus dem Bestand der Akademie der Künste fand nach einer kriegsbedingten Irrfahrt nach Russland und einer Zwischen-station in Dresden heim nach Berlin
Bild: Akademie der Künste, Berlin

Es war noch nie so

Mittwoch, 25. November 2015

… dass es nicht irgendwie gewesen wäre. Die Europäische Akademie Külz–Kulice besteht trotz gebrochener Vereinbarungen ungebrochen

Als die Stettiner Universität im Jahr 2012 die mit der Stiftung Europäische Akademie Külz–Kulice geschlossene Vereinbarung zur Nutzung des Tagungsgebäudes in Külz–Kulice kündigte und der Leiterin Lisaweta von Zitzewitz auf unwürdige Art den Stuhl vor die Tür setzte, unkte manch einer: „Das ist das Ende von Külz!“ Nun, die Pessimisten haben sich geirrt. Obwohl die Europäische Akademie derzeit keinen festen Standort hat, ist sie nach wie vor aktiv und setzt ihre im Jahr 1995 begonnene Verständigungsarbeit zwischen Deutschen und Polen trotz organisatorischer Schwierigkeiten erfolgreich fort. Es finden weiterhin deutsch-polnische Begegnungen statt, und im Rahmen der von der Akademie begründeten Publikationsreihen: „Zeszyty Kulickie/Külzer Hefte“ und „Schlösser und Gärten in der Wojewodschaft Westpommern“ sind in der letzten Zeit weitere Hefte unter redaktioneller Leitung von Lisaweta von Zitzewitz erschienen.

Hannelore Schardin-Liedtke/
Elsbeth Vahlefeld (KK)

S3--Titelseite-Der-Erste-Weltkrieg

Briefe, nach Reiner Kunze „läuse im pelz des vaterlandes“, schmücken den Umschlag des Heftes, das gleich zwei Vaterländer in einen Pelz hüllt
Bilder: Europäische Akademie Külz–Kulice

Kultur ist, wenn einer anpackt

Mittwoch, 25. November 2015

Ein „Weltmensch“ wie Jan Niezwiestny braucht keine hehren Vorsätze, um Vorstellungen umzusetzen – im Schloss Juditten

Jan Niezwiestny ist ein Weltmensch – und er hat einen Traum: die Bewahrung des preußischen Schlosses Juditten für die Nachwelt.

Ein Auto mit schwedischem Kennzeichen steht auf dem Hof neben dem Schloss, wo ein älterer Herr in rotem Pullover mit der Motorsäge im Park arbeitet. Erst ein wenig argwöhnisch über den Besuch, in der einsamen Gegend acht Kilometer vor der Grenze zum russischen Teil Ostpreußens, erzählt er einige Fakten aus seinem Leben.

Manfred E. Fritsche (KK)

S6--Juditten-2

Der Löwe ruht, anders als der Mensch, der sich um ihn kümmert
Bilder: der Autor

Theologischer Thesaurus

Mittwoch, 25. November 2015

Neu definiert: das Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa

Seine Weichen in Richtung Zukunft neu gestellt hat bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung das Institut für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte e. V., das seither, d. h. seit Ende Juli, auch einen neuen Namen hat: Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa e. V. heißt nun die am 10. Dezember 1958 gegründete Einrichtung. Damit sind neben inhaltlichen Neuorientierungen auch personelle und organisatorische Veränderungen verbunden.

Markus Bauer (KK)

S9-Bauer-Institut

Amtsbrüder im Geiste, auch in dem der kirchlichen Tradition und der modernen Forschung: Monsignore Dr. Paul Mai (l.) übergibt die Leitung des Instituts an Professor Dr. Rainer Bendel
Bild: der Autor

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