Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Jahrg. 2018

Europa oder Meine Sorgen möchte ich haben

Montag, 25. Juni 2018

Kurt Tucholskys Spruch bedeutet nicht, dass letztere nicht ernst sind, wie sie ein Großpodium beim Deutschen Katholikentag nimmt

Zum Europatag (12. Mai) gab es beim 101. Deutschen Katholikentag in Münster ein Großpodium mit dem Titel „Zurück in das Eigene und Heimische. Gesunder Patriotismus oder neue Nationalismen in Europa“. Die Moderation oblag Martin Kastler, dem Bundesvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde, der auch Sprecher des ZdK-Sachbereiches „Europäische Zusammenarbeit“ ist.

In seiner Einführung verdeutlichte Kastler, dass die Globalisierung vielfach zum Rückzug ins Heimische bzw. Regionale führe, aber auch populistische Tendenzen mit sich bringe. Mit einem Videofilm, der mehrere Statements zu europäischen und regionalen Identitäten bzw. Verbundenheiten beinhaltete, wurde das Thema weit eingekreist.

Markus Bauer (KK)

 

Mit Powerpoint und mit Power auf den Point: Das Podium (von links nach rechts): Moderator Martin Kastler, MdEP Elmar Brok, Kunsthistoriker Neil Mac Gregor, Angelo Kardinal Bagnasco, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Moderatorin Dr. Linn Selle
Bild: der Autor

Wie hätte Avenarius einen Bahnhof ausgemalt?

Montag, 25.Juni 2018

Durch die Vielfalt seiner Ausstellungen eröffnet das Schlesische Museum zu Görlitz ungeahnte Perspektiven

Zur Erinnerung an den expressionistischen Maler, Grafiker und Illustrator Johannes Maximilian Avenarius (geboren 1887 in Greiffenberg/ Niederschlesien, verstorben 1954 in Berlin-Müggelheim) wurde vor kurzem im Gemeindekulturzentrum von Friedland/Mieroszow eine Ausstellung eröffnet.

Unter dem Titel „Das Paradies. Johannes Maximilian Avenarius – Kunstentdeckungen im Waldenburger Land“ dokumentieren 20 Bild-Text-Tafeln zusammen mit einer Auswahl von Reproduktionen Aspekte aus dem Leben und Wirken des Künstlers. Der Präsentationsschwerpunkt liegt auf der Zeit, die er in den 30er Jahren bis 1946 mit seiner Frau Anna Marie im Waldenburger Land verbrachte.

Dieter Göllner (KK)

 

Der Bleistift als Medium der Nachdenklichkeit: einer der Entwürfe für die Ausmalung der Kirche in Görbersdorf aus dem Nachlass des Künstlers J. M. Avenarius im Bestand der Görlitzer Sammlungen
Bild: Kulturhistorisches Museum Görlitz

Abgründe gähnen nicht immer

Montag, 25. Juni 2018

Sie können einen auch anlachen, zeigt das Donauschwäbische Zentralmuseum mit zwei Ausstellungen

Die Wanderausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“ macht bis zum 3. Juli 2018 Station im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm. Anschließend wird die Dokumentarschau bis zum 17. Juli im Ulmer Rathaus zu sehen sein. Vor dem Hintergrund, dass fast 7000 Einwohner der Stadt Deutsche aus Russland sind und sie somit die zweitgrößte internationale Bevölkerungsgruppe darstellen, ist das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Thema entsprechend groß.

Um Kultur, Werte und Weltanschauung der Menschen mit deutschen, aber auch mit russischen Wurzeln besser nachvollziehen zu können, ist ein Rundgang durch die Wanderausstellung empfehlenswert.

Wolf Oschlies (KK)

 

Nein, es sind keine Achtundsechziger, aber auch für sie war, wie es aussieht, alles drin. Nur kam wenig dabei heraus: Deutsches Theater Temirtau-Almaty, 1985 Kasachstan
Bild: Museum

Ordnung schaffen in Städten und Köpfen

Montag, 25. Juni 2018

Eine Herausforderung auch für Russlands Selbstbewusstsein

Zar Peter maß ganz unrussische zwei Meter und vier Zentimeter, aber das war es nicht, was ihm den Ehrennamen „Petr Velikij“ verschaffte: Peter der Große. Umgekehrt existiert in Moskau seit 1776 das „Bolschoj teatr“, das „Große Theater“, das so hieß, damit man es bis 1917 vom „Malyj teatr“ zu unterscheiden vermochte, dem „Kleinen Theater“.

Wolf Oschlies (KK)

 

Heimat als Text

Montag, 25.Juni 2018

Ruth Geede hat ein Leben lang daran geschrieben

Heimatliteratur gelingt dann, wenn sich der Lesende hineingenommen sieht in die Atmosphäre einer besonderen Landschaft, in die Geheimnisse uralter Gewohnheiten und Gebräuche, in die Suche nach den noch unerkundeten Pfaden des Lebens. Deswegen hat Heimatliteratur einen universalen Bezug, auch wenn sie Einblicke in das Leben und die eigenen Erfahrungen des Schriftstellers gewährt.

Klaus Weigelt (KK)

 

Da war sie erst hundert
Bild: Preußische Allgemeine Zeitung

Der Storchenpostbote

Montag, 25. Juni 2018

Tadeusz Willan, ein unermüdlicher Künder Ostpreußens

Trotzdem – jetzt fuhren seine Frau und er alle drei, vier Jahre „nach Hause“. Sie stellten sich in seinem Elternhaus und im Rathaus vor, besuchten das Wissenschaftliche Kentschinski-Forschungszentrum (OBN) in Allenstein, Verlage und Redaktionen.

Auf die Art lernten sie viele angenehme Menschen kennen, die sich ungewohnt locker mit ostpreußischer Geschichte beschäftigten. Meist verständigten sie sich in Russisch, viele sprachen Deutsch.

Bei diesen Unternehmungen stieß Paul auf das Allensteiner Zwei-Wochenblatt „Warmia i Mazury“. Ein toller Name! „Ermland und Masuren“! Allein die Berührung mit diesen Worten riefen in Paul ein irres Gefühl hervor. Eigentlich nur wegen dieser Zeitung eignete er sich Grundkenntnisse der polnischen Sprache an.

Bernhard Fisch (KK)

 

Birds of a feather, Vögel einer Feder würden die Angelsachsen dieses Paar von Landsleuten nennen, wobei die Metapher hier in doppeltem Sinn zutrifft, wussten sie beide doch in der Tat die Feder meisterlich zu schwingen: Marion Gräfin Dönhoff und
Tadeusz Willan
Bilder: Masurische
Storchenpost

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Juni 2018

„Späte Wanderfahrt“

„Abschied von Königsberg“ – mit diesem Gedicht gab Agnes Miegel (1879–1964) nach der Zerstörung der „gekrönten Vaterstadt“ durch britische Bomber im August 1944 ihren Landsleuten eine Stimme. Die Stadt war ein Trümmerfeld geworden, bevor die Einwohner sie endgültig verlassen mussten.

Bärbel Beutner (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Juni 2018

Aus der Schwäbischen Türkei

Der Internationale Strafgerichtshof sucht mutmaßliche Kriegsverbrecher aus dem ehemaligen Jugoslawien, und Elli steht unter Verdacht. Dieses überaus spannende und fesselnde Werk erzählt mit ehrlichen Worten und in einer bewegten Sprache die Geschichte der donauschwäbischen Vertriebenen.

Wolf Oschlies (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Freitag, 25. Mai 2018

Die „Neuordnung“ war keine Ordnung

Fragen zum Konzept der Stiftung FVV

Im Juni letzten Jahres hat die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ihr Konzept vorgelegt. Millionen deutscher Vertriebener bleibt zunächst nur die Möglichkeit, diese Vorlage als Diskussionsgrundlage anzunehmen.

Rüdiger Goldmann (KK)

 

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Montag, 25. Juni 2018

Bewegt und bewegend

Konzert im Schwarzhäupter-Haus Riga

Der lettische Organist, Pianist und Komponist Aivars Kalejs, der vielen Menschen durch die Benefiz-Konzerte mit Martina Doehring (Gesang) zu Gunsten des Orgelbaus in der Petrikirche, Riga und Berlin, bekannt ist, lud mich zu einem ganz besonderen Konzert ins Schwarzhäupter-Haus nach Riga ein. Er stellte dort eine Auswahl seiner neusten Kompositionen vor. Ein Konzert im Schwarzhäupter-Haus hatte ich noch nie erlebt.

Babette von Sass (KK)

 

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