Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1288.

Auf den Spuren Herta Müllers

Als das Nobelpreiskomitee die Preisträgerin für Literatur 2009 bekanntgab, fragten sich nicht nur Journalisten in aller Welt, wer diese aus Rumänien stammende Berliner Autorin Herta Müller sei. Die Medien haben ausführlich berichtet und dabei manchmal oberflächliche Informationen zusammengetragen. Kennen wir nun Herta Müller? Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm bietet eine literarische Themenführung an.

Herta Müller gilt als „Chronistin des Alltagslebens in der Diktatur“, die ihre Kindheit und Jugend in Rumänien als eine Schule der Angst durchlebt hat und darüber ungewöhnlich ausdrucksstark und bilderreich schreibt. In der Führung wird neben der Biographie von Herta Müller vor allem ihre Sicht auf ihre Herkunft aus Nitzkydorf im Banat und das Leben im Ceausescu-Rumänien thematisiert. Zur Debatte steht ihre lebensbegleitende Heimatlosigkeit. „Meine Landsleute haben mich ausgeschlossen, schon exkommuniziert nach dem Buch ‚Niederungen‘ in den frühen 80er Jahren, und dann kam das Gezerre mit dem Geheimdienst und der Diktatur“ (Süddeutsche Zeitung).

Die ca. eine Stunde dauernde Themenführung wird am 28. Februar sowie am 14. März jeweils um 14 Uhr von Ulrike Schulz, Literaturdozentin an der Frauenakademie Ulm, durchgeführt. Darüber hinaus können Führungen für Gruppen gebucht werden (Mindestteilnehmerzahl fünf Personen, Gebühr von 50 Euro). Eine Sonderführung findet am Samstag, dem 6. März, 14 Uhr, anläßlich des Internationalen Frauentages mit anschließender Podiumsdiskussion „Aber die Sehnsucht bleibt – Frauen aus dem östlichen Europa“  statt (siehe Seite 9). Anmeldung unter Telefon 0731/9 62 54-105.

(KK)

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