Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1313.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Erforsche Gutes wie Böses und rede darüber

Das Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München lädt in Zusammenarbeit mit der Bildungs- und Begegnungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen zu einer Studienwoche vom 6. bis zum 11. November 2011 ein. Im Mittelpunkt der dritten HDO-Studientagung steht in diesem Jahr der Beitrag von Wissenschaft und Forschung zur Erhaltung des vielfältigen deutschen Kulturerbes in Ostmittel- und Südosteuropa und die Art und Weise seiner Pflege und Weiterentwicklung. Welchen Beitrag kann die Wissenschaft zum Erhalt der deutschen Kultur im Osten Europas leisten? Wie groß ist die Bereitschaft im allgemeinen Forschungsbetrieb, sich mit Fragen deutscher historischer Leistungen im östlichen Europa auseinanderzusetzen? Kann Wissenschaft im sensiblen Bereich der Erinnerungskultur um Flucht und Vertreibung die Unabhängigkeit von Politik und Ideologien sichern? Wie groß ist die gesellschaftliche Verpflichtung, sich den Aufgaben des § 96 des Bundesvertriebenengesetzes zu stellen?

Es referieren: Dr. Ortfried Kotzian, Augsburg: Das Kulturerbe der Deutschen im Osten Europas – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Wissenschaft und Forschung; Dr. Armin Bachmann, Universität Regensburg: Der Atlas der historischen deutschen Mundarten in der Tschechischen Republik – eine flächendeckende Erhebung der deutschen Dialekte im letzten Moment; Prof. h. c. Dr. Peter Motzan, Augsburg: Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München und sein „Securitate“-Forschungsprojekt; NN, Lüneburg: Das Nordost-Institut – Institut für Geschichte und Kultur der Deutschen in Nordosteuropa (IGKN) an der Universität Hamburg und seine Forschungsschwerpunkte; Dr. Alfred Eisfeld, Göttingen: Der Göttinger Arbeitskreis und seine Forschungen zur Geschichte der Rußlanddeutschen; Dr. Robert Luft, München: Die böhmischen Länder in der Forschung des Collegium Carolinum München und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland; Dr. Meinolf Arens, Geseke: Wo finde ich was? Forschungssituation und Quellensuche für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa unter minderheitenpolitischen Aspekten; Dr. Norbert Ohler, Universität Freiburg: Erinnerungskultur als Forschungsthema; Prof. Dr. Andreas Schumann: Die Themen „Heimat“ und „Migration“ in der Literatur – ein Forschungsbericht.

Außerdem ist eine Podiumsdiskussion mit allen Referenten zum Thema „Die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft für den Kulturparagraphen 96 des Bundesvertriebenengesetzes: Voraussetzungen – Hindernisse – Perspektiven“ vorgesehen. Die Tagung wird abgerundet durch eine thematische Exkursion nach Würzburg unter dem Blickwinkel deutsche Kultur aus dem Osten Europas im Zentrum Unterfrankens. Schließlich berichten Erich Hemmel und Dr. Ortfried Kotzian in einem Lichtbildervortrag „Von der Anschauung zur Erkenntnis: HDO-Studienreisen als Motivation für Wissenschaft und Forschung“.

Anmeldungen und Anfragen sind unter dem Stichwort HDO-Studienwoche zu richten an: Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Telefon 0971/71470, studienleiter@heiligenhof.de.

(KK)

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