Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1328.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Schlesisches Haus, offenes Haus

Die wechselnden Sonderausstellungen des Dokumentations- und Informationszentrums für schlesische Landeskunde im Haus Schlesien sind stets willkommene Anlässe für einen Besuch des deutschen Kultur- und Bildungszentrums e.V. in Königswinter-Heisterbacherrott. Hinzu kommen zahlreiche Bildvorträge, Buchpräsentationen und Musikprogramme, denen Gäste von nah und fern beiwohnen. Bekanntlich gibt es im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen nicht nur interessante Vorträge und eine jeweils thematisch passende musikalische Umrahmung, sondern auch informative Rundgänge durch die Ausstellungsräume. Zudem werden regelmäßig öffentliche Führungen in Zusammenarbeit mit der VHS Siebengebirge durchgeführt, zu denen sich die Interessenten anmelden.

Doch es gibt auch Veranstaltungen, die noch nicht allen Freunden des Hauses bekannt sind. Es handelt sich um die monatlich stattfindende „Schlesische Dreiviertelstunde“. Das offene Angebot ohne Voranmeldung gilt derzeit noch weitgehend als „Geheimtipp“, soll das aber nicht bleiben, so Diplomgeographin. Silke Findeisen, die die Rundgänge betreut. Unabhängig von einer Mindestteilnehmerzahl findet jeden dritten Donnerstag im Monat um 14.30 Uhr eine interessante Führung statt. Zum einen werden Höhepunkte der gerade laufenden Ausstellungen in den Fokus gestellt, zum anderen gibt es auch thematische Rundgänge, die einzelne Sammlungsbereiche und ausgewählte Exponate des Hauses beleuchten.

Im ersten Dreiviertelstündchen dieses Jahres lernten die neugierigen Besucher Prunkstücke aus der umfangreichen Gläsersammlung von Haus Schlesien kennen. Unter dem Motto „Kunstvolle Transparenz“ wurden auch Meilensteine der schlesischen Glasherstellungs- Geschichte aufgezeigt. Am 21. Februar stehen Persönlichkeiten und Ereignisse, die die schlesische Geschichte geprägt haben, im Mittelpunkt der monatlichen öffentlichen Führung. Die „Eckdaten der schlesischen Geschichte“ reichen von der Heiligen Hedwig über die Schlesischen Kriege bis zur Vertreibung und Flucht. Am 21. März wird sich alles um Küche und Tafel drehen. Während dieser Sonderführung wird historisches Alltags- und Tafelgeschirr zu sehen sein. Ausstellungsstücke aus den Bereichen der Bunzlauer Keramik sowie der schlesischen Fayencen und Porzellanproduktion stehen im Mittelpunkt.

Ausgangspunkt für die Schlesische Dreiviertelstunde im April wird die ab 24. Februar geöffnete Sonderschau „Revolution, Reform oder Restauration – Die Befreiungskriege und ihre Rolle in der deutschen Geschichtsschreibung“ sein. Die Präsentation ist im großen Ausstellungsraum von Haus Schlesien bis zum 30. Juni zu besichtigen. Im Eichendorffsaal wiederum sind bis Anfang Juni Illustrationen von Bruno Stephan unter dem Titel „Der Kappellenwanderweg“ zu sehen.

D. G. (KK)

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