Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
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Ausgaben: Ausgabe 1328.

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Deutschland- und Polen-Versteher

Eike Eckert: Zwischen Ostforschung und Osteuropahistorie. Zur Biographie des Historikers Gotthold Rhode (1916–1990). Einzelveröffentlichungen des DHI Warschau 27. 330 S., Abb., 35 Euro

Gotthold Rhode (1916–1990), langjähriger Mainzer Ordinarius für Osteuropäische Geschichte, wird zur Gründergeneration des Faches nach 1945 gezählt und gehörte zu den renommiertesten Polenhistorikern der Bundesrepublik. Diese Studie macht Rhodes Person und sein Wirken erstmalig zum Gegenstand einer ausführlichen Untersuchung. Dabei wird seine Sozialisation in der deutschen Minderheit in Polen ebenso thematisiert wie das akademische und universitäre Umfeld der Ostforschung, landsmannschaftliche Verbindungen sowie fachliche und weltanschauliche Netzwerke.

Die Traditionen der Ostforschung, ihre Neuformierung und Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Annäherung von deutschen und polnischen Wissenschaftlern in den fünfziger und sechziger Jahren werden anhand von Rhodes Karriereverlauf herausgearbeitet. Damit leistet diese Biographie einen Beitrag einerseits zur Wissenschaftsgeschichte, insbesondere zur Fachgeschichte der Osteuropaforschung, andererseits zur jüngeren deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte.

(KK)

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