Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR
Kulturportal Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ausgaben: Ausgabe 1328.

Bücher, Medien, Veranstaltungen

Eine Einrichtung, die viel ausrichtet

Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg (BKGE). Band 20 (2012): Musik. Herausgegeben von Matthias Weber, Redaktion: Detlef Haberland, Jens Stüben. 696 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Das BKGE legt erstmalig ein Jahrbuch als Themenband vor. Das Schwerpunktthema Musik wird unter den Rubriken „West-östliche Musikbeziehungen“, „Interpretation und Rezeption“, „Geistliche Musik“ und „Historische Gesangskultur“ präsentiert und insbesondere in interkulturellen und interethnischen Kontexten behandelt. Der Band enthält Beiträge zur Musikund Kulturgeschichte im östlichen Europa von der frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert.

Außerdem bietet er Berichte über aktuelle Forschungen von Immanuel-Kant-Stipendiaten, Kurzvorstellungen der Arbeiten der drei ersten Immanuel-Kant-Forschungspreisträger 2012 sowie „Annotationen. Neuerscheinungen aus Ostmitteleuropa“.

Das Jahrbuch des BKGE 2013 (Band 21) wird ein primär wirtschafts- und sozialgeschichtliches Thema aufgreifen. Es widmet sich regionen- und fächerübergreifend der „Gründerzeit“.

Jan Salm: Ostpreußische Städte im Ersten Weltkrieg. Wiederaufbau und Neuerfindung. Aus dem Polnischen übersetzt von Katrin Adler, Redaktion: Beate Störtkuhl. Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bd. 46, 2012, 304 Seiten, 39,80 Euro

Auf der Basis archivalischer Quellen und der zeitgenössischen Publizistik untersucht Jan Salm den Wiederaufbau der ostpreußischen Städte nach dem Ersten Weltkrieg, analysiert Planungsprämissen und deren Umsetzung und geht auf die beteiligten Architekten ein.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs erlitten die Kleinstädte und Dörfer Ostpreußens schwere Zerstörungen. Doch schon 1915, kurz nach der endgültigen Zurückdrängung der russischen Truppen, begann der staatlich geförderte Wiederaufbau der Region, der neben der Linderung der Not auch politische Ziele verfolgte: Durch Patenschaften der Städte und Gemeinden im übrigen Deutschland unterstützt und publizistisch intensiv beobachtet, galt die Wiederaufbaukampagne als Manifestation von Patriotismus und ungebrochener Macht. Vom Deutschen Werkbund künstlerisch begleitet, wurde der Wiederaufbau zum Experimentierfeld für die zeitgenössischen Reformideen und trug maßgeblich zur Ausprägung eines standardisierten und langlebigen „deutschen“ Heimatstils bei.

Jan Salm (geboren 1958) ist Professor am Institut für Architektur und Städtebau der Technischen Universität Lodz (Polen) und leitet die Abteilung Architekturgeschichte und Denkmalpflege.

(KK)

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