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Ausgaben: Ausgabe 1331.

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„Trittsicher das Eis gebrochen“ – auf tritt Horst Seehofer: Karlspreis

Der Europäische Karlspreis der Sudetendeutschen geht dieses Jahr an Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer, den Schirmherrn der nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Volksgruppe, die heute der Vierte Stamm Bayerns ist. Die nach Kaiser Karl IV., deutscher und böhmischer König zugleich, benannte Auszeichnung wird am Pfingstsonntag beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg durch den Sprecher der Volksgruppe, den Europaabgeordneten Bernd Posselt, „für Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“ überreicht.

In einer Erklärung würdigten Posselt als oberster politischer Repräsentant der Sudetendeutschen und der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Franz Pany, den bayerischen Regierungschef als „Wegbereiter der bayerisch-tschechischen und sudetendeutsch-tschechischen Annäherung, die jetzt beim München-Besuch des tschechischen Premierministers Necas einen großen Schritt nach vorne gemacht hat“. Seehofer sei eine Garantie dafür, dass Bayern gemeinsam mit den Sudetendeutschen diesen Weg des Dialoges und der Völkerverständigung konsequent weitergehen werde. Mit „großem Mut und sehr trittsicher hat Seehofer mit den gewählten Vertretern der Sudetendeutschen bei zwei Prag-Reisen das Eis gebrochen und erste konkrete Erfolge erzielt – so die  Einrichtung eines bayerisch-tschechischen Parlamentarier-Gremiums unter Beteiligung der Sudetendeutschen, eine offizielle Partnerschaft zwischen dem geplanten Sudetendeutschen Museum in München und der entsprechenden tschechischen Einrichtung im nordböhmischen Aussig sowie historisch zu nennende Aussagen von Petr Necas im Bayerischen Landtag“. Die  Sudetendeutschen seien zuversichtlich, mit Unterstützung Seehofers, „dem wir für eine vorbildlich praktizierte Schirmherrschaft danken, auch weitere Erfolge für eine gute Nachbarschaft mit den Böhmischen Ländern und eine Aufarbeitung der Erblast einer schwierigen Vergangenheit zu erreichen“.

Posselt und Pany betonten, daß die Sudetendeutschen, jahrhundertelang eines der beiden Völker der böhmischen Länder und jetzt Vierter Stamm Bayerns, entschlossen seien, ihre natürliche Brückenfunktion zu nutzen und sich mit dem Schirmland Bayern aktiv in die mitteleuropäische Zukunftsgestaltung einzubringen.

(KK)

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